| Kerstin A. Gräfe |
| 19.10.2026 18:00 Uhr |
Auch die marine Pipeline ist gut gefüllt: Mit Lurbinectedin laufen derzeit zwei weitere Phase-III-Studien. Die Studie SaLuDo untersucht die Wirksamkeit einer Kombinationstherapie aus Lurbinectedin und Doxorubicin im Vergleich zur alleinigen Doxorubicin-Standardtherapie bei Patienten mit metastasiertem Leiomyosarkom in der Erstlinientherapie. Die Studie LAGOON vergleicht Lurbinectedin als Monotherapie oder in Kombination mit Irinotecan mit einer Standardtherapie (Topotecan oder Irinotecan) bei Patienten mit rezidiviertem kleinzelligem Lungenkrebs.
Mit Ecubectedin (PM14) befindet sich ein weiterer vielversprechender Kandidat in präklinischen und frühen klinischen Studien; er wird unter anderem für die Behandlung von Weichteilsarkomen untersucht.
Zudem wurde eine erste Phase-I/II-Studie mit dem Wirkstoffkandidaten PM54 in Kombination mit Pembrolizumab zur Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenen soliden Tumoren gestartet. Für den Kandidaten PM534 sind ebenfalls Untersuchungen bei soliden Tumoren vorgesehen.
Angesichts des Portfolios scheint es nur eine Frage der Gezeiten zu sein, bis der nächste antitumorale Wirkstoff marinen Ursprungs das Festland erreicht.