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Welt-Krebs-Tag
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Weltweit mehr als ein Drittel aller Krebsfälle vermeidbar

Ein großer Teil der Krebserkrankungen weltweit ist vermeidbar – das zeigt die bislang umfangreichste Analyse ihrer Art. In Deutschland ist eine Ursache führend.
Autordpa
Datum 03.02.2026  17:00 Uhr
Gut 7 Millionen von 19 Millionen Erkrankungen vermeidbar

Gut 7 Millionen von 19 Millionen Erkrankungen vermeidbar

Die Studienautoren verwendeten ausschließlich Risikofaktoren mit einem nachgewiesenen ursächlichen Zusammenhang mit Krebs, bei denen es außerdem zuverlässige Daten dazu gibt, wie sehr die Bevölkerung eines Landes ihnen ausgesetzt ist. Auf dieser Basis kamen die Wissenschaftler zu dem Ergebnis, dass von den weltweit insgesamt 18,7 Millionen Krebsneuerkrankungen im Jahr 2022 gut sieben Millionen vermeidbar gewesen wären, wenn Risiken verringert oder beseitigt worden wären.

Die Risiken sind nach Weltregion und Geschlecht ungleich verteilt. Bei Frauen sind in Afrika südlich der Sahara 38 Prozent aller Krebsfälle vermeidbar, in Nordafrika und Westasien dagegen nur knapp 25 Prozent. Häufigste Ursache bei den vermeidbaren Krebserkrankungen sind in großen Teilen Afrikas und Asiens Infektionen. In Europa, Australien, USA und Kanada herrscht hingegen Rauchen als wichtiger Risikofaktor vor. Bei Männern ist der Anteil vermeidbarer Krebsfälle in Ostasien mit gut 57 Prozent am höchsten und in Lateinamerika und der Karibik mit etwa 28 Prozent am niedrigsten.

Zahl der jährlichen Krebsneuerkrankungen könnte bis 2040 um 50 Prozent steigen

»Die Bekämpfung dieser vermeidbaren Ursachen stellt eine der wirksamsten Möglichkeiten dar, die globale Krebslast zu reduzieren«, sagt Studienleiterin Soerjomataram. Denn die weltweiten Krebsstatistiken der WHO deuten darauf hin, dass beim Fortsetzen aktueller Trends die Zahl der Krebsneuerkrankungen bis 2040 um 50 Prozent steigen könnte.

»Durch die Untersuchung von Mustern in verschiedenen Ländern und Bevölkerungsgruppen können wir Regierungen und Einzelpersonen präzisere Informationen bereitstellen, um viele Krebsfälle von vornherein zu verhindern«, betont Ilbawi.

Ute Mons vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg bezeichnet das Vorgehen der Forscher als etablierte Methode. »Wir haben ähnliche Studien vor einigen Jahren für Deutschland durchgeführt und vergleichbare Ergebnisse erhalten«, sagt sie. Die Einschränkungen der Schätzmethode hängen ihr zufolge unter anderem damit zusammen, inwieweit sich die verfügbaren Daten vergleichen lassen.

Spannend sei an der neuen Studie, dass man nun regional unterschiedliche Muster bei den vermeidbaren Krebsursachen weltweit miteinander vergleichen könne. Zudem seien die Daten zu Krankheitsfällen zugrunde gelegt worden, nicht die zur Mortalität. Dadurch seien auch jene Krebsarten mit geringerer Sterberate stärker berücksichtigt worden.

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