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Abwasserbasiertes Monitoring
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Welche Städte sind Deutschlands Drogen-Hochburgen?

Über eine Abwasseranalyse auf Drogenrückstände und -metabolite lassen sich regionale Konsummuster abschätzen. Nun wurden die Ergebnisse des jüngsten europaweiten Drogenmonitorings veröffentlicht. Wie hat Deutschland beim Abwasser-Drogentest abgeschnitten? 
AutorKontaktLaura Rudolph
Datum 24.03.2023  07:00 Uhr
Partydrogen und höhere Belastungen am Wochenende

Partydrogen und höhere Belastungen am Wochenende

MDMA, auch bekannt als die Partydroge Ecstasy, erfreut sich in Deutschland offenbar vor allem in Berlin, Saarbrücken und Erfurt großer Beliebtheit. Hier wurden mit 48 versus 16 versus 13 mg/d/1000p die höchsten Werte beim Abwassermonitoring gemessen. Europaweit wurde die höchste Konzentration jedoch im niederländischen Amsterdam mit stattlichen 182 mg/d/1000p erreicht. Dies entspricht etwa dem vierfachen Wert, den Berlin erreicht hat. Für Cannabis und Ketamin liefert der Bericht keine Ergebnisse für Städte in Deutschland.

Die Studie zeigt teilweise erhebliche Unterschiede des Drogenkonsums zwischen Städten innerhalb eines Landes auf. Dies ließe sich zum Teil durch die unterschiedlichen sozialen und demografischen Merkmale (Universitäten, Ausgehviertel, Altersverteilung der Bevölkerung) erklären, heißt es im Ergebnisbericht. In der Regel sei die BE-, Methamphetamin- und MDMA-Belastung in großen Städten höher als in kleineren.

Auch kann der Drogenkonsum abhängig von den Wochentagen variieren: In mehr als drei Viertel der untersuchten Städte war die Belastung des Abwassers mit BE, Ketamin und MDMA am Wochenende höher als unter der Woche. Der Konsum von Amphetamin, Cannabis und Methamphetamin zeigte sich dagegen als konstant über die Woche verteilt.

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