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Durchfall bei Kindern
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Welche orale Rehydratationslösung empfohlen wird

Bei Durchfall dehydrieren Kinder schnell. Orale Rehydratationslösungen gibt es in verschiedenen Osmolaritäten. Das Evi-News-Team hat sich die Unterschiede und Evidenz angesehen und gibt Empfehlungen für die Beratung.
AutorKontaktDaniela Hüttemann
Datum 13.10.2026  18:00 Uhr

Die Grenzen der Selbstmedikation beachten

Wichtig für die Beratung sind wie immer die Grenzen der Selbstmedikation. Diese umfassen:

  • mehr als 24 Stunden anhaltende Beschwerden ohne Besserung (Säuglinge und Kleinkinder),
  • mehr als drei bis vier Tage anhaltende Beschwerden ohne Besserung (Erwachsene),
  • Fieber (> 39 °C),
  • Wechsel von Diarrhö und Obstipation,
  • Verdacht auf eine durch Arzneimittel bedingte Diarrhö,
  • Dehydratation mit Gewichtsverlust (> 5 Prozent),
  • immunsuppressive Grunderkrankung,
  • Verdacht auf Intoxikation oder schwere Infektionen durch Bakterien oder Viren beziehungsweise invasive Enteritis,
  • kolikartige Schmerzen, Krämpfe, schleimiger oder blutiger Stuhl sowie
  • Auslandsaufenthalt in einem Risikogebiet.

Dazu kann das Apothekenteam geeignete Verhaltens- und Hygienemaßnahmen empfehlen. Die gewohnte altersgerechte Ernährung sollte fortgeführt werden. Bei Erbrechen sollte die ORS in kleinen Mengen per Löffel oder Spritze oral verabreicht werden.

Ungeeignet zur Rehydratation sind Cola und andere koffeinhaltige Getränke und Limonaden, aber auch Fruchtsäfte. Probiotika werden nicht routinemäßig empfohlen, Gleiches gilt für tannin-, kohle- oder gelatinehaltige Durchfallmittel, da hier die Evidenz fehlt. »Loperamid soll bei akuter infektiöser Gastroenteritis bei Säuglingen und Kindern aufgrund des schlechten Sicherheitsprofils nicht eingesetzt werden«, heißt es in der Leitlinie. Eine verschreibungspflichtige Alternative ist Racecadotril. Die orale Rehydratation bleibt immer die zentrale Therapiemaßnahme.

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