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Die K-Frage aus Apothekersicht (Teil 3)
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Was würde ein Kanzler Olaf Scholz für die Apotheker bedeuten?

Die SPD hat sich sehr früh auf Olaf Scholz als Kanzlerkandidat festgelegt. Verglichen mit Annalena Baerbock (Grüne) und Armin Laschet (CDU) bringt Scholz die meiste Erfahrung aus Regierungs- und Parteiämtern mit. Für die Apotheker wäre eine Ernennung von Scholz zum Kanzler nicht automatisch eine gute Nachricht. Denn gerade in seiner aktuellen Funktion als Finanzminister hat er einige unliebsame Entscheidungen für die Pharmazeuten getroffen.
AutorKontaktBenjamin Rohrer
Datum 26.04.2021  14:05 Uhr

Direktes Wahlkreis-Duell mit Baerbock

Was Scholz‘ Programmatik für eine mögliche Kanzlerschaft betrifft, gibt es sehr wenige Aussagen zur Arzneimittelpolitik. Wie schon berichtet, plant die SPD-Spitze für ihr Wahlprogramm die Aussage, dass Deutschland wieder zur Apotheke der Welt werden müsse. Mit Blick auf die Krise wollen die Sozialdemokraten erreichen, dass in Deutschland wieder vermehrt Arzneimittel hergestellt und erforscht werden. Scholz hatte diese Forderung erst vor wenigen Wochen in einem Interview explizit erwähnt.

Klar ist, dass die Bundestagswahl 2021 für Olaf Scholz zu einer Schicksalswahl werden könnte. Denn Scholz kämpft nicht nur auf höchster Ebene um eine mögliche Kanzlerschaft – vielmehr steht er auch vor einem spannenden Duell um seinen Direkteinzug in den Bundestag. Denn in seinem Heimatwahlkreis Potsdam, wo er derzeit mit seiner Ehefrau Britta Ernst (Bildungsministerin in Brandenburg) wohnt, tritt Scholz direkt gegen seine Kanzlerschaftskonkurrentin Annalena Baerbock an.

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