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Hirnhautentzündung
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Was tun bei Meningitis-Verdacht?

Man muss bei Fieber und Kopfschmerzen nicht immer mit dem Schlimmsten rechnen. Bei bestimmten zusätzlichen Symptomen sollte man jedoch an eine Meningitis denken und schnellstmöglich ins Krankenhaus.
AutorKontaktdpa
AutorKontaktPZ
Datum 19.03.2026  15:30 Uhr
Was tun bei Meningitis-Verdacht?

Bis zu 20 von 100.000 Menschen in Deutschland erkranken jährlich an einer durch Viren ausgelösten Meningitis. An der gefährlicheren bakteriellen Meningitis sind es normalerweise weniger als eine von 100.000 Personen. Beim aktuellen Ausbruch in der südenglischen Grafschaft Kent mit aktuell zwei Todesfällen, neun bestätigten Infektionen und zwölf Verdachtsfällen handelt es sich also um ein außergewöhnliches Geschehen. 

In Kent wurden die Fälle durch Meningokokken der Untergruppe B verursacht. Laut RKI wurden in Deutschland in den Jahren 2023 bis 2025 jeweils mehr als 100 Meningokokken-B-Fälle registriert, 2026 bislang über 20. Insgesamt an invasiven Meningokokken-Erkrankungen aller Serogruppen sterben laut Daten des Robert-Koch-Instituts pro Jahr in Deutschland etwa 30 Menschen – in der Mehrzahl Kinder und Jugendliche. 

Um schwere Verläufe zu verhindern, ist eine möglichst rasche Diagnose wichtig. Dabei beginnt eine Meningitis, also eine Entzündung der Hirnhäute, oftmals eher unspezifisch mit Kopfschmerzen und Fieber. Sind Bakterien wie Meningokokken oder Pneumokokken die Auslöser, kann eine Meningitis manchmal sehr plötzlich beginnen, sich rasch verschlechtern und schnell zum Tod führen. Häufig greifen die Bakterien auch das Gehirn direkt an und lösen dort eine Meningoenzephalitis aus.

Symptome einer Meningitis erkennen

Zu den typischen Anzeichen zählen neben Fieber und Kopfschmerzen vor allem Nackensteife (Meningismus) und Bewusstseinsstörungen, etwa Benommen- und Verwirrtheit. Außerdem können Lichtempfindlichkeit und wiederum unspezifische Symptome wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auftreten. Auch Hautveränderungen können Hinweise auf den Erreger geben, bei Pneumokokken-Bakterien etwa Bläschen.

Besteht der Verdacht auf eine Meningitis, sollte man sofort ein Krankenhaus aufsuchen – das gilt besonders für kleine Kinder und ältere Menschen. Für die Diagnose stellen Ärztinnen und Ärzte Fragen, um mögliche Auslöser einzugrenzen, und entnehmen danach Blut. Entscheidend ist der Nachweis der Entzündung und oft auch der Erreger aus dem Nervenwasser, das mit einer Lumbalpunktion entnommen wird. Eine bakterielle Meningitis ist ein Notfall, der meist auf einer Intensivstation behandelt werden muss.

Der Verlauf einer Meningitis hängt von der Ursache sowie dem Alter und den Abwehrkräften der erkrankten Person ab. Viral ausgelöste Hirnhautentzündungen verlaufen in der Regel mild.

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