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Wellness, aber richtig
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Was beim Baden medizinisch zu beachten ist

Baden wirkt nicht nur reinigend und entspannend. Es hat einige gesundheitliche Vorteile. Ein paar Dinge gibt es jedoch zu beachten, zum Beispiel bei Haut- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder in der Schwangerschaft.
AutorKontaktdpa
Datum 28.01.2026  10:00 Uhr

Worauf sollten Schwangere achten?

Baden kann vor allem in den letzten Wochen der Schwangerschaft sehr entlastend sein und ist damit laut Herz-Expertin Christiane Tiefenbacher ratsam. Wichtigste Regel für werdende Mütter: Besser nur dann in die Wanne, wenn ein weiterer Erwachsener in der Nähe ist. »Baden senkt Blutdruck und erhöht gleichzeitig die Herzfrequenz. Das kann zu Schwindel und im unglücklichsten Fall zu Ohnmacht führen.« Daher gibt sie auch den Tipp, sich vorsichtshalber heraushelfen zu lassen.

Ein Blick auf den Badezusatz ist ebenfalls ratsam. »Bestimmte ätherische Öle wie Kampfer oder Lavendel stehen im Verdacht, wehenfördernd zu wirken«, sagt Tiefenbacher. Besser mit einem neutralen Mittel auf Nummer sicher gehen.

Welcher Badezusatz ist gut für die Haut?

Lustige Schaumbäder, die viele aus der Kindheit kennen, sind für die Haut alles andere als spaßig. »Die darin enthaltenen Tenside trocknen im Winter zusätzlich aus«, sagt Hautärztin Moers-Carpi. Rückfettende Zusätze auf Basis von Mandel- oder Jojobaöl sind meist die richtige Wahl. Zu Duftstoffen sagt sie: »Pflanzliche Inhaltsstoffe wie Kamille, Ringelblume oder Baldrian empfehle ich gerne.«

Bei Neurodermitis oder Schuppenflechte setzt die Hautärztin auf medizinische Zusätze mit Eichenrinde oder Salz vom Toten Meer. »Sie lindern Juckreiz und machen die Haut zusätzlich angenehm geschmeidig.«

Durch ausgiebiges Baden quellen die oberen Hornschichten der Haut auf und werden faltig. In freier Wildbahn würde diese körperliche Reaktion dabei helfen, sich beim Aus-dem-Wasser-ziehen besser festhalten zu können, so Marion Moers-Carpi. Für zu Hause ist es das klare Signal: »Das Bad dauert zu lange. Jetzt aber raus«, sagt die Dermatologin.

Wie sieht das perfekte Baderitual aus medizinischer Sicht aus?

Die Expertinnen raten zu diesem Ablauf: Geben Sie in den frühen Abendstunden ein Badeöl aus natürlichen Zutaten in 36 bis 38 Grad warmes Wasser. Schließen Sie in der Wanne die Augen und denken Sie möglichst an gar nichts. Erheben Sie sich nach ungefähr zehn, allerhöchstens 20 Minuten langsam und tupfen Sie die Haut mit einem weichen Handtuch ab.

Nach einer kurzen Ruhezeit den Körper mit einer Bodylotion auf Aloe-Vera- oder Urea-Basis eincremen, kuschelige Socken anziehen und ab unter die Decke. Ganz wichtig: Trinken nicht vergessen. Im besten Fall wechselt man direkt vom Bad ins Bett.

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