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Regeneration
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Warum Muskelkater keine Massagen mag

Ob in Oberschenkeln, Armen oder Bauch: Was in den Muskeln passiert , wenn wir sie überlasten, was einen Muskelkater wieder verschwinden lässt – und was man lieber bleiben lässt.
AutorKontaktdpa
Datum 30.04.2026  14:00 Uhr

Muskelkater ist ein Zeichen dafür, dass wir unseren Muskeln etwas zu viel zugemutet haben. »Ursache sind winzige Faserverletzungen und nicht, wie früher vermutet, eine Übersäuerung des Muskels«, so der Orthopäde Dr. Martin Rinio von der Gelenk-Klinik-Gundelfingen. »Die Schmerzen am nächsten Tag sind sozusagen Begleiterscheinungen des Reparatur- oder Heilungsprozesses.«

Damit unser Körper seinem Reparaturprogramm möglichst gut nachgehen kann, gönnen wir den Muskeln am besten Ruhe. Intensives Training ist tabu. Frühestens nach zwei schmerzfreien Tagen sollte man damit einsteigen, rät Rinio. Entspannte Spaziergänge und leichte Lockerungs- und Dehnübungen können hingegen guttun. Manchen hilft bei schmerzenden Muskeln Wärme, etwa in Form eines Saunabesuchs oder einer warmen Badewanne. Andere empfinden Kälte als wohltuender gegen den Schmerz.

Wer allerdings den Impuls hat, die schmerzenden Muskeln kräftig durchzukneten, verkneift ihn sich lieber. Massagen können sogar kontraproduktiv sein: Dadurch wird ein mechanischer Reiz auf die Muskeln ausgeübt, der die Faserverletzungen verstärken kann, warnt Rinio.

Massagen können sogar selbst Auslöser für Muskelkater sein. Denn auch intensives Bearbeiten des Muskels kann zu winzig kleinen Rissen führen. Möglich ist laut Gelenk-Klinik Gundelfingen auch, dass sich die Muskeln als Abwehrreaktion auf ungewohnte Massagetechniken anspannen und dadurch Muskelkater entsteht.

Muskelkater hat manchmal viel Ausdauer

Oft bleibt Muskelkater länger als nur einen Tag. Er kann bis zu sieben Tage andauern, so die Stiftung Gesundheitswissen. Wer drei Wochen nach dem Training noch ein Ziehen in den Muskeln verspürt, sollte Rinio zufolge einen Arzt aufsuchen, um ernsthafte Verletzungen auszuschließen.

Vornehmen kann man sich, künftig beim Aufwärmen etwas gewissenhafter vorzugehen. Dadurch werden die Muskeln besser durchblutet und starten weniger steif ins Training. Das senkt das Risiko für Muskelverletzungen. Ebenfalls wichtig: beim Training nicht zu übertreiben. Auch Dranbleiben lohnt sich: »Beanspruche und trainiere ich meine Muskeln regelmäßig, so reduziert sich die Wahrscheinlichkeit eines Muskelkaters erheblich«, so Rinio.

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