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Chronisches Handekzem
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Warnzeichen ernst nehmen

Durch Feuchtarbeit und andere Risikofaktoren verursachte chronische Handekzeme (CHE) liegen mit weitem Abstand an der Spitze der Berufserkrankungen. Betroffene sollten die Erkrankung frühzeitig behandeln lassen. Welche Mittel kommen zum Einsatz?
AutorKontaktChristiane Berg
Datum 25.11.2020  09:00 Uhr
Von Cortison-Cremes bis zu Antikörpern

Von Cortison-Cremes bis zu Antikörpern

Die Therapie des CHE umfasst spezifische, an der Erkrankung ausgerichtete Basis-Pflegemittel, topische Glucocorticoide, topische Calcineurin-Inhibitoren und Teer-Zubereitungen, deren Wirkung seit der Forschung zum Aryl-Hydrocarbon-Rezeptor besser verstanden wird. Als weitere Maßnahmen hob Bayerl die Iontophorese und UV-Therapien wie Schmalspektrum-UVB, UVA-1 und Psoralen-UVA hervor. »Systemische Immunsuppressiva und orale Retinoide werden in schweren Fällen eingesetzt«, informierte sie. Langzeittherapien mit systemischen Steroiden verbieten sich. Antihistaminika sind ohne Effekt. Hingegen habe das als topisches Therapeutikum bei Psoriasis bekannte Calcipotriol in klinischen Studien bei allen CHE-Typen eine gute Wirksamkeit gezeigt. 

Beim atopischen Handekzem mit Therapieversagen auf die gängigen, in der bisherigen Leitlinie erwähnten systemischen Immunsuppressiva sei studiengemäß als neuer Therapieansatz des Weiteren der zur Behandlung der atopischen Dermatitis eingesetzte entzündungshemmende IgG4-Antikörper Dupilumab effektiv. Im Handekzem-Score (HECSI) habe sich bei 60 Prozent der Probanden eine Besserung um mindestens 75 Prozent ergeben.

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