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Corona-Aufarbeitung
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Virologen listen Versäumnisse auf

Die Virologen Alexander Kekulè und Detlev Krüger haben vor dem Corona-Untersuchungsausschuss des Sächsischen Landtages nicht mit Kritik an der eigenen Zunft gespart. Auch die politische Kommunikation nahmen sie ins Visier. Die angestrebte Impfpflicht sei ein Fehler gewesen.
AutorKontaktdpa
Datum 15.04.2025  08:48 Uhr
Krüger: Impfung »großartig«, aber kein Allheilmittel

Krüger: Impfung »großartig«, aber kein Allheilmittel

Krüger, der mehr als 20 Jahre lang das Institut für Virologie an der Berliner Charité geleitet hatte, war zum Zeitpunkt der Corona-Pandemie bereits im Ruhestand. Laut Krüger war es falsch, ungeimpfte Menschen als Pandemietreiber zu bezeichnen. »Eine Epidemie lässt sich nur eindämmen, indem der Großteil der Bevölkerung immun wird.«

Die schnell bereitgestellte Impfung sei eine großartige Sache gewesen, man hätte sie aber nicht als Allheilmittel ohne Nebenwirkungen darstellen dürfen. Das habe sie bei einem Teil der Bevölkerung in Verruf gebracht.

Der Untersuchungsausschuss war auf Betreiben der AfD-Fraktion eingesetzt worden. Er soll die Arbeit der sächsischen Regierung im Zusammenhang mit dem Coronavirus im Zeitraum von 2019 bis 2024 kritisch prüfen. AfD-Fraktionschef Jörg Urban hatte der Regierung bereits im Vorfeld »schwerwiegende Grundrechtsverletzungen« unterstellt. Seit Beginn der Pandemie kamen in Sachsen rund 17.750 Menschen durch Covid-19 ums Leben.

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