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Japan
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Verunreinigung in Moderna-Impfstoff waren Stahlpartikel

Ende August wurden drei Chargen von Modernas Covid-19-Impfstoff Spikevax® zurückgerufen, die für den japanischen Markt produziert worden waren. Der Grund waren sichtbare Partikel in der Vakzine. Auch zwei Todesfälle wurden in diesem Zusammenhang untersucht. Erste Ergebnisse liegen nun vor.
AutorKontaktDaniela Hüttemann
Datum 07.09.2021  12:10 Uhr
Unerwünschte systemische Reaktionen unwahrscheinlich

Unerwünschte systemische Reaktionen unwahrscheinlich

»Nach einer von Moderna und Takeda durchgeführten Gesundheitsbewertung stellt das seltene Vorhandensein von Edelstahlpartikeln im Covid-19-Impfstoff von Moderna kein unangemessenes Risiko für die Patientensicherheit dar und beeinträchtigt das Nutzen-Risiko-Profil des Produkts nicht«, betont Moderna.

Metallische Partikel der gefundenen Größe könnten bei Injektion in den Muskel zwar zu einer lokalen Reaktion führen, es sei jedoch unwahrscheinlich, dass sie über die lokale Injektionsstelle hinaus weitere unerwünschte Reaktionen hervorrufen. Rostfreier Stahl werde routinemäßig für Herzklappen, Gelenkersatz und metallische Nähte und Klammern verwendet. Es sei daher nicht zu erwarten, dass die Injektion der betroffenen Impfstoffchargen zu einem erhöhten medizinischen Risiko führen würde.

Zurzeit gebe es auch keinen Anhaltspunkt dafür, dass die zwei Todesfälle in zeitlichem Zusammenhang mit einer Impfung mit einer der betroffenen Chargen mit der Impfung an sich ursächlich zusammenhängen. Man gehe von einem zufälligen Zusammenhang aus. Eine formale Untersuchung läuft noch.

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