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Gesundheitsministerium
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Versorgungsmangel bei Digitoxin und Digoxin festgestellt

Das Gesundheitsministerium (BMG) hat einen Versorgungsmangel für Digitoxin- und Digoxin-haltige Arzneimittel bekannt gegeben.
AutorKontaktPZ
Datum 11.09.2026  16:05 Uhr

Digitoxin- und Digoxin-haltige Arzneimittel werden unter anderem zur Behandlung lebensbedrohlicher kardiologischer Erkrankungen angewendet. Eine alternative gleichwertige Arzneimitteltherapie steht nicht zur Verfügung.

Diese Feststellung ermöglicht es laut dem BMG den zuständigen Behörden der Länder, nach Maßgabe des § 79 Absatz 5 und 6 AMG im Einzelfall ein befristetes Abweichen von den Vorgaben des Arzneimittelgesetzes (AMG) zu gestatten. Apotheken sollten sich daher bei Fragen hierzu an ihre zuständige Behörde wenden, so der Rat des Ministeriums. Sobald der Versorgungsmangel nicht mehr vorliegt, wird das BMG eine Bekanntmachung veröffentlichen.

Laut dem Portal für Herzgesundheit »Herzmedizin« kam der aktuelle Lieferengpass von Digitoxin durch »unerwartete Herausforderungen im Herstellungsprozess« zustande. Das Portal meldet auch, dass das Medikament voraussichtlich bis Ende Januar nur eingeschränkt verfügbar sein wird.

Die AMK bittet darum, Verdachtsfälle von Arzneimittelrisiken im Zusammenhang mit dem Versorgungsmangel von Digitoxin- und Digoxin-haltigen Arzneimitteln unter www.arzneimittelkommission.de zu melden.

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