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Arzttermine 
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Verbraucherschützer kritisieren Buchungsportale

Wenn man für einen Termin bei der Praxis telefonisch nicht durchkommt, können Online-Plattformen ein praktischer Weg sein. Verbraucherschützer warnen jedoch vor den kommerziellen Interessen der Portale und sehen mögliche Benachteiligungen für ältere oder eingeschränkte Patienten. 
AutorKontaktdpa
AutorKontaktPZ
Datum 24.04.2025  16:24 Uhr

Primärarztsystem als Lösung? 

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Matthias Mieves griff die Debatte in einer Stellungnahme auf und warb für das im Koalitionsvertrag vorgesehene Primärarztsystem: »Wir müssen feststellen, dass wir mit dem System, wie es gerade läuft, nicht weiterkommen, weil zu viele Patientinnen und Patienten lange auf Facharzttermine warten müssen. Dabei haben wir im europäischen Vergleich nicht zu wenige Ärztinnen und Ärzte. Im Koalitionsvertrag haben wir daher ein Primärarztsystem vorgesehen. Das heißt, dass es einen Überweisungsvorbehalt für viele Fachrichtungen gibt – dafür aber mit Termingarantie«, erläuterte der Sozialdemokrat. 

Die Details des neuen Systems müssten allerdings noch verhandelt werden, dabei wolle seine Partei eng mit den Verbraucherschützern zusammenarbeiten. »Patientinnen und Patienten wollen digitale Angebote. Wenn die gängigen Angebote am Markt aber Ungerechtigkeit verstärken, müssen wir etwas tun«, so Mieves. 

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