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Antibiotika-Resistenzen
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»Unser Zeitfenster schrumpft«

Die Zahl der Toten durch multiresistente Keime wird sich in den kommenden Jahren stark erhöhen. Forschende erklären, was bis 2030 passieren müsse, um jedes Jahr 750.000 unnötige Todesfälle zu verhindern.
AutorKontaktDaniela Hüttemann
Datum 24.05.2024  09:26 Uhr

Neue Antibiotika anders entwickeln

Neben den oben genannten Maßnahmen spielt natürlich auch die Entwicklung neuartiger Antibiotika und Impfstoffen eine wichtige Rolle. Mitautorin Dr. Ursula Theuretzbacher vom Zentrum für Antiinfektiva in Wien sagt: »Wir brauchen ein völliges Umdenken bei der Entdeckung und Entwicklung neuer Antibiotika mit dem Schwerpunkt auf Innovation, Erschwinglichkeit und nachhaltiger Verfügbarkeit.«

Doch es gehe nicht nur um die Entwicklung neuer Antibiotika. »Bei der Verringerung der Auswirkungen von AMR durch Arzneimittel geht es nicht nur um die Entwicklung neuer Antibiotika. Solange der Zugang und die Erschwinglichkeit nicht gewährleistet sind, wird die hohe Zahl der Todesfälle durch resistente bakterielle Infektionen unvermindert anhalten«, prophezeit Laxminarayan.

»Eine Senkung der Kosten für die Arzneimittelentwicklung würde dazu beitragen, dass Antibiotika erschwinglich bleiben, wie die öffentlich-privaten Partnerschaften für Medikamente zur Behandlung von Malaria und vernachlässigten tropischen Krankheiten zeigen.« Es sei Zeit für eine ähnliche Taktik bei der Entwicklung von Antibiotika.

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