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Helicobacter pylori
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Unliebsamer Gast im Magen

In diesen Tagen jährt es sich zum 40. Mal, dass zwei australische Mediziner das Bakterium Helicobacter pylori als Verursacher von Geschwüren im Magen und Duodenum identifizierten. Wie verbreitet ist Helicobacter pylori heute und was ist im Fall einer Infektion zu tun?
AutorKontaktAnnette Rößler
Datum 11.07.2023  07:00 Uhr

Quadrupeltherapie als Standard

Für die Eradikationstherapie gibt es verschiedene Schemata, die alle eine Kombination von zwei oder mehr Antibiotika mit einem PPI vorsehen. Welche davon am besten geeignet ist, hängt von der Resistenzlage ab. »Wir haben zunehmend Kenntnis über die erworbenen Antibiotikaresistenzen von Helicobacter pylori in Europa«, sagte Schütte dazu. In Deutschland sei die Resistenzrate gegen Clarithromycin zuletzt auf mehr als 20 Prozent gestiegen. Deshalb sehe die Leitlinie jetzt neu als Erstlinientherapie ausschließlich die Bismut-haltige Quadrupeltherapie für mindestens zehn Tage vor. Diese besteht aus einem Bismut-Kalium-Salz, Tetracyclin und Metronidazol (Kombipräparat Pylera® verfügbar) plus einem PPI.

Wichtig sei, dass Ärzte nach der Eradikationstherapie auf deren Erfolg testen sollen, betonte Schütte. Habe die Behandlung nicht angeschlagen, solle sich die weitere Therapie nach der Resistenzlage richten.

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