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Post-Covid-Spezialambulanz
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Ulmer Forscher untersuchen Covid-Folgen für Lunge und Herz

Wer eine Covid-19-Erkrankung hinter sich hat, ist oft noch lange nicht gesund. Eine Sprechstunde der Uniklinik in Ulm richtet sich an Menschen mit Langzeit-Beschwerden und zieht eine erste Bilanz. Vor allem 40- bis 50-Jährige und Sportler nehmen sie in Anspruch.
AutorKontaktdpa
Datum 20.07.2021  12:00 Uhr

Virale Herzmuskelentzündungen und ihre Folgen

Bei den rund 20 Prozent der Patienten mit Organschäden beobachten die Ärzte vor allem Herzmuskelentzündungen und die Folgen davon. Dazu gehörten etwa Herzschwäche und Herz-Rhythmus-Störungen, so Buckert. «Bei der Lunge beobachten wir, dass sich das Lungengerüst verändert und so ein schlechterer Gasaustausch möglich ist.» Atemnot sei die Folge.

Die bisherigen Erkenntnisse des Ulmer Forschungsprojekts mit ihrem Fokus auf Herz- und Lungenschäden decken nur einen Teil der Corona-Langzeitfolgen ab und sind erst der Beginn der tiefer gehenden Auseinandersetzung mit diesem Thema, das Mediziner auch als Long-Covid- oder Post-Covid-Syndrom bezeichnen. Dazu ist jetzt auch erstmals eine deutsche Leitlinie erschienen.

Buckert betont dabei die Wichtigkeit des Austauschs mit anderen Kliniken zu Corona-Spätfolgen. Deren Rückmeldungen deckten sich mit dem, was sie bislang an Erkenntnissen gewonnen hätten. Zudem deuteten die Rückmeldungen darauf hin, dass die ersten Erkenntnisse der Ulmer Mediziner durchaus repräsentativ seien, sagt Buckert. Er und seine Kolleginnen und Kollegen arbeiten daran, die Erkenntnisse der Ulmer Sprechstunde in einer Studie zu verarbeiten. 

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