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Kooperation in Deutschland
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Uber und Cure liefern Arzneimittel

Uber ist vor allem als Lieferdienst und Taxi-Alternative bekannt. Nun steigt das Unternehmen in den Medikamententransport in Deutschland ein. In Kooperation mit der digitalen Apothekenplattform Cure liefert Uber Eats frei verkäufliche Medikamente, Nahrungsergänzungsmittel, Haut- und Körperpflegeprodukte.
AutorKontaktPaulina Kamm
Datum 15.08.2025  12:14 Uhr

Das Mobilitäts- und Transportunternehmen Uber erweitert sein Angebot im Gesundheitssektor. In Kollaboration mit der Online-Apothekenplattform Cure sollen via Uber Eats App OTC-Medikamente, Kosmetik, Nahrungsergänzungsmittel, Haut- und Körperpflegeprodukte bestellt und geliefert werden.

Nach Angaben des Lieferdienstes sind 70 Apotheken in 25 Städten dabei, darunter Berlin, München, Hamburg und Köln. Die Produktpalette umfasst demnach mehr als 8500 Artikel. Geplant sei eine Lieferzeit von 30 Minuten einzuhalten. Die Liefergebühr variiere von Ort zu Ort. »Neben der Integration lokaler Apotheken in die Uber Eats-App arbeiten wir im Bereich Pharmazie bereits erfolgreich mit zahlreichen Online-Händler*innen über Uber Direct zusammen«, äußert sich Moritz Bernhard, General Manager Uber Direct und Grocery & Retail in Deutschland.

Uber-Partnerschaften wie diese sind beispielsweise in Großbritannien bereits etabliert. Uber konkurriert dadurch mit dem Online-Apothekengeschäft und verfolgt das Ziel, weiter in den globalen Gesundheitsmarkt einzutauchen und dessen Angebot auszubauen.

Cure kollaboriert bereits mit anderen Lieferservices wie Lieferando und Wolt. Das Unternehmen will Vor-Ort-Apotheken auf verschiedenen Online-Plattformen integrieren und  verspricht auf seiner Homepage, dass sie »bis zu 1200 zusätzliche Bestellungen im Monat pro Apotheke generieren« können. 

Ubers Geschichte im Apothekengeschäft 

Uber kollaborierte in der Vergangenheit bereits mit dem Liefer-Start-up Mayd. Das Berliner Start-Up unter Geschäftsführung von Hanno Heintzenberg ging 2024 insolvent. Gründe dafür seien damals das schwierige Finanzmarktumfeld, Inflation, Konsumflaute und die schleppende Einführung des E-Rezepts gewesen.

Vor einigen Jahren versuchten eine ganze Reihe an Start-ups Arzneimittel-Lieferdienste zu etablieren. Doch der harte Wettbewerb, steigende Zinsen und die verzögerte Einführung des E-Rezepts trieben die jungen Unternehmen reihenweise in die Insolvenz

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