Thüringen ist nicht das einzige Bundesland, in dem ein dramatischer Rückgang der Apothekenzahlen zu beobachten ist. Laut einer Abfrage der PZ verlor Bremen im Laufe des Jahres 2025 fünf Apotheken. In Sachsen ging die Gesamtzahl der Offizinen um 13 zurück. Das Saarland verlor sechs Apotheken und Schleswig-Holstein zehn.
In Westfalen-Lippe mussten im vergangenen Jahr sogar 43 Apotheken schließen. Seit 2006 sank hier die Zahl der Offizinen von 2245 auf 1613. »Das ist ein Rückgang von 28 Prozent und ein bitteres Warnzeichen an die Politik: Die Regierung muss die versprochene Stärkung der Vor-Ort-Apotheken möglichst schnell umsetzen. Anderenfalls gefährdet sie die flächendeckende Versorgung«, so Andreas Walter, Hauptgeschäftsführer der Apothekerkammer Westfalen-Lippe.