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Sinnvolle Wirkstoff-Kombinationen
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»Traumpaare der Pharmazie«

Manche Wirkstoffe gehören einfach zusammen, bei anderen ist der Beziehungsstatus eher kompliziert. Beispiele für gute Paartherapien gab Apothekerin Dr. Verena Stahl beim Fortbildungskongress auf Langeoog.
AutorKontaktDaniela Hüttemann
Datum 29.09.2026  16:20 Uhr

Es ist kompliziert: NSAR und PPI

Immer und ewig passt dagegen nicht für nicht steroidale Antirheumatika (NSAR) und Protonenpumpeninhibitoren (PPI). Bei einer kurzzeitigen oder Bedarfstherapie mit NSAR oder auch Coxiben besteht keine Indikation für einen PPI, betonte die Referentin. Bei Dauertherapie gibt es verschiedene Konstellationen. Zwar zählt ein Alter ab 60 Jahren immer als Risikofaktor für Ulkus-Komplikationen. Ohne weitere Risikofaktoren braucht es bei einer NSAR-Therapie aber noch kein PPI.

Weitere Risikofaktoren sind ein Ulkus in der Vorgeschichte, schwere Begleiterkrankungen inklusive kardiovaskulärer Erkrankungen und Diabetes, eine Helicobacter-pylori-Infektion und bestimmte Arzneimittel wie systemische Glucocorticoide, gerinnungsaktive Wirkstoffe inklusive ASS und selektive Serotonin-Reuptake-Inhibitoren (SSRI). Liegt ein solcher Risikofaktor vor, soll bei Beginn einer Dauertherapie mit NSAR beziehungsweise sollte bei Coxiben ein PPI dazu. Dafür sollte die halbe PPI-Standarddosierung (zum Beispiel 20 mg Pantoprazol) gewählt werden. Im Detail hilft ein Blick in die jeweiligen Leitlinien.

Soll ein PPI wieder abgesetzt werden, sollte es bei einer Anwendung länger als acht Wochen langsam ausgeschlichen werden, um einen Säure-Rebound zu vermeiden.

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