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Lieferengpässe
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TK: »Medi­ka­men­ten­lager sind gut gefüllt«

Debatten um Lieferengpässe würden häufig emotional geführt, doch rational betrachtet seien fast 99 Prozent der Medikamente sofort verfügbar, sagt die Landesvertretung der Techniker Krankenkasse (TK) in Rheinland-Pfalz.
AutorKontaktPZ
Datum 10.02.2026  18:00 Uhr
TK: »Medi­ka­men­ten­lager sind gut gefüllt«

Trotz Berichten und Diskussionen zu Engpässen müsse man »die Fakten im Blick behalten«: 98,9 Prozent der Medikamente seien prompt verfügbar, für 0,8 Prozent existierten gleichwertige Alternativen, erklärte Jörn Simon, Leiter der TK-Landesvertretung Rheinland-Pfalz, in einer aktuellen Meldung.

In einem »Lieferklima-Report 2025« hatte die TK im Dezember 2025 die Wirkungen des Arzneimittel-Lieferengpassbekämpfungs- und Versorgungsverbesserungsgesetzes (ALBVVG) sowie die bundesweite Lagerpraxis bei Medikamenten untersucht. Festgestellt wurde eine »deutlich entspanntere Versorgungslage« seit Inkrafttreten des ALBVVG. 

Verpflichtung zur Vorratshaltung in Rabattverträgen

Das Gesetz verpflichtet Krankenkassen erstmals, Rabattverträge mit Herstellern an eine Mindestlagerung, die dem Bedarf von sechs Monaten entspricht, zu knüpfen. »Wir begrüßen die Verpflichtung zur Vorratshaltung in den Rabattverträgen. Die Lagerhaltung für Arzneimittel ist insgesamt sehr gut, allerdings ist die Einhaltung der Vorratspflicht von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich. Deshalb brauchen wir transparente Daten zu Beständen und Prognosen – für BfArM, Hersteller und Kassen gleichermaßen«, erklärte Simon. Gleichzeitig ist er der Meinung, dass Rabattverträge nicht zu Lieferengpässen beitragen, sondern »im Gegenteil diese helfen zu vermeiden«. 

Rabattverträge würden den Herstellern indirekt die Abnahme der Arzneimittel zusichern und deshalb Planungssicherheit geben. »Lieferengpässe spielen sich tatsächlich fast doppelt so oft im rabattfreien Markt ab«, konstatierte er. »Rabattverträge sind Teil der Lösung und nicht Teil des Problems und sollten zu Lieferverträgen weiterentwickelt werden.«

Laut TK-Vorstandsvorsitzendem Jens Baas war das ALBVVG »ein wichtiger erster Schritt, um besser auf unerwartete Mehrbedarfe vorbereitet zu sein«. Nun gelte es, langfristig eine gute Balance zu finden zwischen absichernder Bevorratung und tatsächlichem Bedarf.

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