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Pharmacon Schladming
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Starke Impulse für die Pharmazie

Mit dem Pharmacon-Kongress in Schladming ist die Apothekerschaft erfolgreich in das neue Fortbildungsjahr 2026 gestartet. Der Kongress zum Thema Volkskrankheiten präsentierte sich nicht nur kompakter und inhaltlich dichter, sondern punktete auch mit einer wachsenden Anzahl an Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Die nächsten Termine stehen schon.
AutorKontaktPZ
Datum 23.01.2026  10:04 Uhr

Apothekerinnen und Apotheker aus öffentlichen Apotheken, Krankenhausapotheken und der pharmazeutischen Industrie sowie Studierende und Pharmazeutinnen und Pharmazeuten im Praktikum aus dem DACH-Raum nutzten die Gelegenheit zur Fortbildung. Die Veranstaltung der Bundesapothekerkammer (BAK) überzeugte erneut mit fachlicher Exzellenz, praxisnahen Impulsen und einem inspirierenden Rahmenprogramm.

Erstmals präsentierte sich der Pharmacon in einer neuen Kongressstruktur: Obwohl die Dauer um einen Tag verkürzt wurde, bot der Kongress mehr Inhalte als je zuvor. Mit 16 hochwertigen Vorträgen statt bisher 15 und dem insgesamt verdichteten Kongressprogramm erlebten die Teilnehmenden eine Fortbildungswoche, die als besonders intensiv und effizient wahrgenommen wurde.

»Natürlich ist Fortbildung für uns Apothekerinnen und Apotheker lebenslange Pflicht und Teil unseres Selbstverständnisses als Heilberuf«, betonte Dr. Armin Hoffmann, Präsident der BAK, in Schladming. Hoffmann weist aber auch auf die zahlreichen Herausforderungen der Apothekerschaft hin. »Mit Blick auf die geplante Erweiterung unseres Leistungsangebots durch das zu erwartende Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz passte sich dieser Kongress bereits wunderbar in die aktuelle Entwicklung ein – ein Kongress am Puls der Zeit. Die Einbindung der Apotheken in die Primärprävention und die Bedeutung unserer Apotheken als zentraler und selbstverständlicher Gesundheitsstandort wurde in vielen Vorträgen klar dargestellt und bestätigt.«

Breites Themenspektrum, viel Praxisbezug

Im Mittelpunkt standen praxisnahe Fachvorträge zur Prävention und Pharmakotherapie von Volkskrankheiten wie Hypertonie, Herzinsuffizienz, Adipositas, Asthma und COPD, gastrointestinale und dermatologische Erkrankungen, chronische Nierenerkrankungen sowie Beschwerden in den Wechseljahren, Osteoporose, Demenz, Schlafstörungen und Schmerzen. Ergänzt wurde das Programm durch ein Seminar zur pharmazeutischen Dienstleistung: »Wie inhalieren Patientinnen und Patienten richtig?«, das zusätzlich den unmittelbaren Praxisbezug unterstrich.

Der Kongress machte deutlich, dass durch die konsequente und korrekte Anwendung evidenzbasierter Arzneimitteltherapien Krankheitsverläufe positiv beeinflusst und Folgeerkrankungen vermieden werden können. Gleichzeitig wurde hervorgehoben, dass Polypharmazie – insbesondere bei chronischen Erkrankungen häufig unvermeidbar – ein strukturiertes pharmazeutisches Medikationsmanagement erfordert, um Sicherheit und Wirksamkeit der Therapie zu gewährleisten. Ergänzend dazu leisten qualifizierte Beratungen in den Vor-Ort-Apotheken zu Ernährung, Bewegung und Lebensstil einen wichtigen Beitrag zur Prävention sowie zur erfolgreichen Unterstützung der Therapie.

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