Der bereinigte Konzernumsatz bei Generika stieg 2025 dem Unternehmen zufolge um 5 Prozent. Insbesondere haben die Herz-Kreislauf-Medikamente Apixaban, Dabigatran und Ticagrelor sowie mehrere Statine das Generika-Geschäft vorangetrieben. Das Unternehmen profitierte zudem von der Schließung von Lücken in lokalen Generika-Portfolios, wie mit dem Inhalator Proxor (Beclomethason/Formoterol) im Vereinigten Königreich oder Enoxaparin in Belgien.
Bei rezeptfreien Markenprodukten wuchs der Umsatz dagegen nur leicht aufgrund einer schwachen Erkältungssaison. Hier ist Stada stark vertreten etwa mit dem Mittel Grippostad. »Außerhalb der Kategorie Husten & Erkältung erzielte Stada ein Wachstum im mittleren einstelligen Bereich, basierend auf der anhaltend starken Performance seiner branchenführenden Anzahl an Top-Marken in verschiedenen Länderkategorien, wie Nizoral, Levomecol und Cetraben in der Dermatologie, Elotrans und Protectis im Bereich Magen-Darm sowie Eunova, Walmark und Natures Aid bei Vitaminen, Mineralstoffen und Nahrungsergänzungsmitteln.«
Das Consumer-Healthcare-Segment verzeichnete weitere Fortschritte durch mehrere bedeutende Markteinführungen und Sortimentserweiterungen, darunter Erweiterungen der Kopfhautpflegemarke Nizoral, einschließlich Nizoral Care Conditioner und Nizoral Cream. Stadas Top-Marke in Großbritannien, Zoflora, profitierte von Sortimentserweiterungen in den Bereichen Haushaltshygiene und Desinfektionsmittel.
Insgesamt stieg der um Sondereffekte und Wechselkursschwankungen bereinigte operative Gewinn (EBIDTDA) um acht Prozent auf 961 Millionen Euro. Ebitda ist eine betriebswirtschaftliche Kennzahl, die den Gewinn aus dem Kerngeschäft um Einmaleffekte wie Restrukturierungskosten, Immobilienverkäufe oder Währungsschwankungen korrigiert. Angaben zum Nettogewinn gab es nicht. Stada will nun sein Online-Geschäft ausbauen und hält sich auch Übernahmen offen. Man prüfe weltweit Akquisitionsziele, sagte Chef Peter Goldschmidt.
»Wir sind mit einer gut gefüllten Entwicklungspipeline und unserer Strategie bestens gerüstet, um die Chancen im Zusammenhang mit dem Exklusivitätsverlust bei GLP-1-Präparaten sowohl im Bereich Diabetes als auch bei der Gewichtsreduktion zu nutzen, wobei wir auf Blockbuster-Marken wie die auf Semaglutid basierenden Präparate Ozempic und Wegovy sowie die auf Liraglutid basierenden Präparate Saxenda und Victoza abzielen. Darüber hinaus ist der SGLT-2-Hemmer Empagliflozin ein wichtiger Bestandteil unserer Pipeline im Bereich Diabetes«, so Goldschmidt.
Stada war schon in den vergangenen Jahren unter den Finanzinvestoren Bain Capital und Cinven stark mit Übernahmen gewachsen. Im Herbst hatte der Arzneimittelhersteller einen neuen Mehrheitseigentümer verkündet, die Londoner Investmentgesellschaft Capvest Partners.