Im Jahr 2025 stieg der bereinigte Umsatz zu konstanten Wechselkursen des Pharmakonzerns Stada um 6 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro. / © Stada
Der Arzneihersteller Stada konnte dank eines starken Wachstums bei Spezialmedikamenten deutlich zulegen. Wie der Konzern mitteilte, stieg sein bereinigter Umsatz im vergangenen Jahr zu konstanten Wechselkursen um 6 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro. Der Umsatz zu konstanten Wechselkursen ist eine Finanzkennzahl, die Währungsschwankungen eliminiert, um das rein operative Wachstum eines Unternehmens zu zeigen.
Dabei profitierte Stada vor allem von einem Wachstum bei Biosimilars und innovativen Arzneimittel in Bereichen wie Knochengesundheit, Immunologie, Onkologie und Nierenerkrankungen. Der Umsatz in der Sparte überstieg die Schwelle von einer Milliarde Euro.
Damit erntet Stada die Früchte seines Umbaus: War das Unternehmen einst vor allem für Generika bekannt, hat es sich in den vergangenen Jahren auf eine breitere Basis gestellt.
»Zu den wichtigsten Treibern zählten das anhaltende Wachstum von Uzpruvo (Ustekinumab), das in allen der über 20 Märkten, in denen die Marke eingeführt wurde, Spitzenpositionen eroberte«, so der Konzern in seiner Pressemitteilung. Uzpruvo ist ein monoklonaler Antikörper aus der Gruppe der Immunsuppressiva und wird unter anderem zur Therapie der Psoriasis vulgaris und bei Morbus Crohn eingesetzt.
Außerdem plant das Unternehmen im Jahr 2026 fünf Biosimilar-Einführungen, darunter Golimumab zur Behandlung schwerer rheumatischer Erkrankungen sowie Colitis ulcerosa und Tocilizumab, das bei rheumatoider Arthritis, Riesenzellarteriitis, systemischer juveniler idiopathischer Arthritis (sJIA) und CRS eingesetzt wird.
Eigenen Angaben zufolge erzielte auch Kinpeygo mit dem Wirkstoff Budesonid ein hohes zweistelliges Wachstum. Das Medikament wird zur Behandlung der primären Immunglobulin-A-Nephropathie bei Erwachsenen eingesetzt. Das Unternehmen listet auch die Markteinführung von Lecigon-Darminfusionspumpe in Frankreich und Großbritannien als einen Erfolg auf. Dabei handelte es sich, um eine Therapieoption für Patienten mit fortgeschrittenem Morbus Parkinson, die unter starken motorischen Schwankungen und Überbewegungen leiden. Auch Apomorphin in einem subkutanen Infusionsgerät zur Behandlung von Patienten mit mittelschwerem bis schwerem Parkinson hat Stada unter dem Markennamen Onapgo gemeinsam mit seinem Partner Supernus auf dem großen US-Markt eingeführt.
Weitere Erfolge des Unternehmens sind eigenen Angaben zufolge die Markteinführung von Nilotinib und Paclitaxel-Albumin in der Onkologie. Die Onkologie-Pipeline des Unternehmens sei »äußerst vielversprechend« und umfasse Moleküle wie Enzalutamid und Ruxolitinib.