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Eppendorfer Dialog
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Sorge: Wir brauchen eine »bittere Medizin«

Beim 26. Eppendorfer Dialog zur Gesundheitspolitik in Berlin hat der Parlamentarische Staatssekretär des Gesundheitsministeriums, Tino Sorge (CDU), am Dienstag von notwendigen Reformen im Gesundheitssystem gesprochen, die schnelle Ergebnisse bringen sollen.
AutorKontaktAlexandra Amanatidou
Datum 03.12.2025  16:20 Uhr

Normalerweise in Hamburg, fand der Eppendorfer Dialog am Dienstag erstmals in der Hauptstadt statt. Der Eppendorfer Dialog ist ein öffentliches Diskussionsforum zu aktuellen gesundheitspolitischen Themen, das 2006 ins Leben gerufen wurde. Zentrale Themen des Abends waren die Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und die Bedeutung der Gesundheitsversorgung für die Demokratie.

Das Grußwort hielt der CDU-Politiker Tino Sorge. Er sprach von nötigen Strukturreformen im Gesundheitssystem. Schwerpunktfinanzierungen, wie etwa im Bereich Prävention, müssten künftig eine größere Rolle spielen. Die Gesundheitsversorgung werde sich ändern müssen. »Sie wird nicht unbedingt schlechter, aber anders«, so der CDU-Politiker. Wichtig werde seien, die Patientinnen und Patienten zu steuern und somit mehr Freiraum für das solidarische System zu schaffen. »Nicht direkt zum Arzt gehen, auch wenn man es kann.«

Die Diskussionen über eine Umfinanzierung und Umstrukturierung seien notwendig, aber nicht möglich, wenn die beteiligten Akteure direkt eine »rote Linie« ziehen würden. »Wir brauchen Ergebnisse, die die positiven Veränderungen im System relativ schnell zeigen.« Laut Sorge müssen wir die »bittere Medizin« hinnehmen, die schnelle Veränderungen zeigt, und uns nicht mit einer »bittersüßen Medizin« zufriedenstellen, die keine Resultate zeigt. »Die Ergebnisse müssen bei den Bürgerinnen und Bürgern ankommen, und das funktioniert nur, wenn alle mithelfen«, so Sorge. 

Auch Achim Jockwig, der Vorstandsvorsitzende des Klinikums Nürnberg, hielt ein Grußwort. Er bezeichnete Gesundheit als Fundament der Demokratie und sagte, es sei Zeit für Reformen, um die solidarische Gesundheitsversorgung aufrechtzuerhalten.

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