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Hausmittel und Medikamente
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So wird man Schuppen am besten wieder los

Trockene Heizungsluft, zu heißes Föhnen oder häufiges Haarewaschen: Bei manchen führt dies zu unliebsamer Schuppenbildung auf der Kopfhaut. Welche Hausmittel, Shampoos und Medikamente kommen infrage – und von welchen sollte man besser die Finger lassen?
AutorKontaktdpa
Datum 05.02.2025  11:34 Uhr
Welche Mittel können Arzt oder Ärztin verschreiben?

Welche Mittel können Arzt oder Ärztin verschreiben?

Gefühlt alle Hausmittel und Shampoos aus der Drogerie ausprobiert, doch die Schuppen sind immer noch da? Dann können Ärztinnen und Ärzte spezielle Mittel verordnen. Ein Beispiel: »Shampoos mit dem Wirkstoff Ketoconazol helfen gegen fettige Schuppen«, sagt Moers-Carpi. Betroffene sollen damit über mehrere Wochen alle drei bis vier Tage ihre Haare waschen und dabei das Shampoo mehrere Minuten einwirken lassen, ehe sie es ausspülen.

Sind es richtig feste fettige Schuppenplatten, kann eine Kopfhautkur über mehrere Wochen zweimal pro Woche über Nacht helfen: »Bei der Kur handelt es sich um ein in der Apotheke angefertigtes Gemisch aus Olivenöl, Rizinusöl und Salicylsäure; es wird vor dem Zubettgehen aufgetragen und wirkt über Nacht«, so die Medizinerin. Auch hier gilt: Damit die Kur keine Spuren im Bett hinterlässt, sollte man mit Plastikhaube oder Mütze schlafen. Am nächsten Morgen ist Haarewaschen mit einem Ketoconazol-Shampoo angesagt.

Bei trockenen Schuppen hilft ein feuchtigkeitsspendendes Kopfhaut-Tonikum. »Das wirkt wie Mineralwasser für die Kopfhaut«, sagt Dermatologin Moers-Carpi. Das Tonikum trägt man zwei- bis dreimal pro Woche abends vor dem Schlafengehen mit Hilfe eines Applikators auf und massiert es leicht in die Kopfhaut ein. Das Tonikum wirkt über Nacht ein und wird bei Bedarf am nächsten Morgen mit Shampoo ausgewaschen.

»Wenn sich die Schuppen hartnäckig halten und gar nichts hilft, dann muss gegebenenfalls eine Cortison-haltige Lösung aufgetragen werden«, so Moers-Carpi. Übrigens: Früher wurden häufig Teerprodukte bei Schuppen verschrieben. »Das ist aber überholt, solche Erzeugnisse können krebserregende Nebenwirkungen haben«, erklärt Apothekerin Sellerberg.

Was kann man vorbeugend gegen Schuppen tun?

Ein guter Anfang: nicht täglich die Haare waschen und am besten lauwarmes Wasser dafür nutzen. »Zu heißes oder zu kaltes Wasser kann dazu führen, dass die Kopfhaut gereizt wird«, sagt Sellerberg. Wer sich die Haare föhnt, sollte das lieber nicht auf heißester Stufe tun.

Moers-Carpi empfiehlt außerdem: »Viel trinken, damit der Körper gut mit Flüssigkeit versorgt ist, für ausreichend Luftfeuchtigkeit in beheizten Räumen sorgen und sich gesund ernähren.«

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