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| dpa |
| 17.06.2026 12:15 Uhr |
Susanne Schaper, Linken-Fraktionschefin im sächsischen Landtag, hat einen Sicherungsplan für Apotheken vorgelegt. Alle Menschen müssten Zugang zu einer hochwertigen Versorgung haben – das sei eine Frage der sozialen Gerechtigkeit. / © Imago / HärtelPRESS
Die Linken wollen ein weiteres Apothekensterben in Sachsen verhindern und der Branche wieder neues Leben einhauchen. Dazu schlägt die Linksfraktion im Landtag einen Sicherungsplan vor. »Die wirtschaftliche Situation vieler Apotheken ist extrem angespannt. Daher hoffe ich, dass die Koalition diesmal nicht so lange braucht, um unsere Vorschläge zu prüfen und sie bestenfalls mitzutragen«, betonte Fraktionschefin Susanne Schaper. Mitte April hatten sich Schaper und die Co-Linken-Vorsitzende im Bundestag, Heidi Reichinnek, bei Instagram deutlich pro Apothekenstärkung positioniert. Alle Menschen müssten Zugang zu einer hochwertigen Versorgung haben – das sei eine Frage der sozialen Gerechtigkeit.
Der Sicherungsplan verbinde ein Monitoring mit Förderinstrumenten, Maßnahmen zur Fachkräftesicherung sowie die Weiterentwicklung der Rolle, die Apotheken im Gesundheitswesen spielen, hieß es. Vor allem Geschäftsübernahmen, Neugründungen, Filialstrukturen sowie Investitionen in moderne Strukturen sollen unterstützt werden.
Für den ländlichen Raum fordern die Linken neben einer gezielten Fachkräftebindung unter anderem mobile Angebote, erweiterte Botendienste, digitale Beratungsstrukturen sowie Kooperationen mit kommunalen Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen.
Zudem sollten neue Steuerungsinstrumente wie eine Landapothekerquote oder verbindliche Versorgungsstandards geprüft werden. »Beim Umgang mit Lieferengpässen wollen wir die Koordination verbessern, um den Apotheken bei der Beschaffung, der Substitution und Organisation von Arzneimitteln zu helfen«, heißt es weiter.
Die sächsische Regierung solle im Bund eine zeitgemäße Vergütung einfordern und landesrechtliche Spielräume nutzen, um unnötige Bürokratie abzuschaffen – insbesondere bei Dokumentationspflichten, Abrechnungen und Verwaltungsprozessen. Auch einen Runden Tisch schlagen die Linken vor.