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Fälschungsschutzsystem
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Securpharm: Trotz einiger Bugs läuft’s recht robust

Das europäische Fälschungsschutzsystem ist im Betriebsjahr 2020 deutlich belastbarer geworden. Das geht aus dem neuen Securpharm-Statusbericht hervor. Die Anzahl der Alarme ist aber weiterhin zu hoch. Und demnächst können Behörden den Problemen selbstständig nachgehen.
AutorKontaktJennifer Evans
Datum 26.02.2021  14:00 Uhr

Neuerung der Benutzeroberfläche

Über die Neuerungen der Benutzeroberfläche Securpharm-GUI ab Dezember 2020 hatte die Pharmazeutische Zeitung bereits berichtet. Ziel dessen war es, verifizierenden Stellen, wie Apotheken und Großhändlern, einen Überblick über die durch sie ausgelösten Alarme zu geben. Diese Erweiterung hatte die Netzgesellschaft deutscher Apotheker (NGDA), Betreiber des Apothekensystems, eingebracht und plant auch für 2021 eine neue Funktion. Diese soll es verifizierenden Stellen ermöglichen, anonym Kommentare an das Pharmaunternehmen zu übermitteln. Grundsätzlich erhält nämlich auch der für das Produkt verantwortliche Pharmakonzern die Alarmmeldung, um den Ursachen auf den Grund gehen zu können. Mit der geplanten Kommentarfunktion bleibt die Identität des Apothekers dann geheim, wenn er mit einem Unternehmen Kontakt aufnimmt.

Aktuell sind 416 pharmazeutische Unternehmen, 708 Großhändler, 18.820 öffentliche Apotheken, 361 Krankenhausapotheken, 24 industrielle Verblisterer, 25 Compounding- Hersteller sowie 14 zentrale Beschaffungsstellen als Nutzer an das Fälschungsschutzsystem angeschlossen.

Wie aus dem Bericht hervorgeht, wird in diesem Jahr außerdem der neue Securpharm-Verwaltungsrat seine Arbeit aufnehmen, in dem sowohl das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) als auch das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) vertreten sind.

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