Pharmazeutische Zeitung online Avoxa
whatsApp instagram facebook bluesky linkedin xign

Fälschungsschutz
-
Securpharm-System zwischenzeitlich ausgefallen

Nach einem mehrstündigen Ausfall heute Morgen ist das Securpharm-System mittlerweile wieder erreichbar. Wie die NGDA – Netzgesellschaft Deutscher Apotheker informiert, könne es durch Lastspitzen noch vereinzelt zu Verzörungen kommen.
AutorKontaktPZ
Datum 21.03.2026  14:14 Uhr

Nach Informationen der PZ war das ACS-PU-System, also die zentrale Datenbank, in der alle Packungsdaten von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln gespeichert werden, seit heute Morgen um 8:30 Uhr ausgefallen. Es handelte sich demnach um einen europaweiten Ausfall des Herstellerdatenbanksystems von Arvato. In 14 Ländern in Europa läuft Securpharm über diesen Anbieter, 13 Systeme sollen von der Störung betroffen gewesen sein. Die NGDA war demnach mit ACS im Austausch. Die Apothekensysteme würden in den meisten Fällen puffern.

Die Fehlermeldungen zeigen sich demnach in der Software der Warenwirtschaftsanbieter; Ausbuchen und Verifizieren war zwischenzeitlich nicht möglich. Seit etwa 12 Uhr ist das System wieder online. Die NGDA  informiert auf ihrer Website über die inzwischen behobene Störung und die möglichen Einschränkungen.

Um Lieferketten von Arzneimitteln fälschungssicher zu machen, wurde Securpharm 2019  in Deutschland verpflichtend eingeführt. Mit der Regelung werden die Vorgaben der EU‑Fälschungsschutzrichtlinie (Richtlinie 2011/62/EU) und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/161 umgesetzt. 

Kern des Fälschungsschutzsystems ist, dass jede einzelne Packung geprüft wird. Die Hersteller versehen ihre Produkte mit einem Data‑Matrix‑Code und einem Erstöffnungsschutz, Apotheken prüfen diese Merkmale elektronisch, bevor ein Medikament abgegeben wird. So soll sichergestellt werden, dass die im System hinterlegte Seriennummer einer Packung nur einmal in Umlauf gelangt und dass Manipulationen erkannt werden können. 

Mehr von Avoxa