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Landesamt warnt
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Schlankheitsmittel »Starvex« mit Sibutramin verunreinigt

Im angeblich pflanzlichen Schlankheitsmittel »Starvex« hat das rheinland-pfälzische Landesuntersuchungsamt den nicht mehr zugelassenen Appetitzügler Sibutramin gefunden. Es warnt vor Internetkäufen von Abnehmmitteln.
AutorKontaktdpa
AutorKontaktPZ
Datum 14.01.2025  16:58 Uhr

Das rheinland-pfälzische Landesuntersuchungsamt (LUA) hat das im Internet vertriebene Schlankheitsmittel »Starvex« genauer untersucht – und in dem vermeintlich pflanzlichen Mittel den chemisch-synthetischen Wirkstoff Sibutramin nachgewiesen. Verbraucherschutzorganisationen finden es immer wieder in fragwürdigen Präparaten, die über das Internet vertrieben werden. 

Sibutramin war bis 2010 als Arzneimittel Reductil® legal (und verschreibungspflichtig) im Handel, wurde aber aufgrund kardiovaskulärer Ereignisse wie Herzinfarkt und Schlaganfällen europaweit und auch in den USA vom Markt genommen. 

Auf dem Produkt Starvex ist der Wirkstoff laut LUA nicht deklariert: Die Verpackung lasse glauben, es handele sich um ein harmloses Nahrungsergänzungsmittel. Gesundheitsschädliche Substanzen weist das LUA in Schlankheitspillen immer wieder nach und warnt davor, solche Mittel über das Internet zu kaufen.

Der Schlankmacher war dem Zoll bei der Einfuhrkontrolle aufgefallen, nachdem ein Mensch aus Rheinland-Pfalz ihn online aus dem Ausland bestellt hatte. »Solche Mittel dürfen in Deutschland nicht verkauft werden«, so das LUA. Der Handel damit kann demnach mit einer Freiheits- oder Geldstrafe geahndet werden.

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