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Kampagne »Wem schadet dein Drink?«
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Riskanter Alkoholkonsum gefährdet viele andere

Ein riskanter Konsum belastet die, die den Alkohol trinken. Aber auch die Folgen für Dritte wie Kinder, Partner und Kollegen, sind gravierend, warnen Suchtexperten. Ein millionenfaches Problem. Auch das Gesundheitssystem müsse hier mehr tun.
AutorKontaktdpa
Datum 06.06.2024  16:00 Uhr

Alkohol muss teurer werden

DHS, Bundesärztekammer (BÄK), Bundespsychotherapeutenkammer, die Gesellschaft für Psychiatrie (DGPPN) und die DG-Sucht forderten spürbare Preissteigerungen für alkoholische Getränke. Es dürfe für sie keine Werbung mehr geben und sie sollten weniger verfügbar sein, mahnten sie in einem gemeinsamen Positionspapier.

In diesem stellen sie klar: «Die Folgen von Alkoholkonsum sind eine enorme Belastung der Bevölkerungsgesundheit, des sozialen Miteinanders und der Volkswirtschaft.» In Deutschland werde übermäßig viel Alkohol getrunken, die Rahmenbedingungen seien «äußerst konsumfördernd».

Der Konsum von Alkohol werde viel zu selten kritisch hinterfragt, gelte noch immer als «völlig normal», kritisierte der Bundesdrogenbeauftragte Burkhard Blienert (SPD). Aber: «Jeder Schluck ist gesundheitsschädlich und das müssen wir auch so benennen», forderte er in einer Mitteilung.

«Gesundheitspolitik und Gesundheitssystem sowie relevante gesellschaftliche Akteure müssen mehr tun, um den Alkoholkonsum insgesamt und die mit ihm verbundenen Folgen für Konsumierende, das soziale Umfeld und die Gesellschaft zu verringern», hieß es in dem Positionspapier. «Die Ausdünnung der Verkaufsstellendichte, auch im Sinne der Einführung von lizenzierten Geschäften, ist eine sinnvolle Maßnahme.» Und: «Die Bundesregierung ist aufgefordert, ein vollständiges Werbeverbot für Alkohol umzusetzen.»

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