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Verbrennungen und Verbrühungen
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Rasch und richtig handeln

Thermische Verletzungen gehören zu den häufigen Ereignissen. Jede Jahreszeit birgt dabei eigene Gefahren: heiße Getränke oder Backbleche im Winter, Grills oder zu viel Sonne im Sommer. Praktisch ganzjährig kommen Lötkolben, Bügeleisen und Fritteusen als Ursachen infrage. Was man über Hintergründe und Sofortmaßnahmen wissen sollte.
AutorKontaktMaria Pues
Datum 14.03.2023  07:00 Uhr

Selbstbehandlung kleiner Brandverletzungen

Verbrennungen und Verbrühungen ersten Grades heilen meist ohne bleibende Veränderungen ab, doch können sie deutliche Schmerzen verursachen. Nach dem Kühlen durch Wasser können hier (wie bei Verbrennungen zweiten Grades) Brandgele die Beschwerden weiter lindern, indem sie ein kühlendes Gefühl vermitteln und die Regulation der Hautfeuchtigkeit unterstützen (etwa Brand- und Wundgel Medice® oder Octenisept® Gel). Sie bilden beim Trocknen einen Film, der die beschädigte Haut schützt. Kleine Brandwunden zweiten Grades sollten außerdem desinfiziert werden. Zur weiteren Versorgung stehen ­unter anderem Hydrokolloid-Verbände (etwa Hartmann cosmos® Brandwundenpflaster) zur Verfügung. Sie nehmen Wundsekret auf, ohne mit der Wundfläche zu verkleben, und schützen diese außerdem vor Druck oder ­Reibung.

Aufmerksam beobachten

Auch nach Abschluss der akuten Schmerzphase und bei beginnender Abheilung sollte man Brandwunden erhöhte Aufmerksamkeit schenken. So bergen sie häufig ein erhöhtes Risiko für Infektionen und Entzündungen, da sich im Wundgebiet Gewebereste/Zelltrümmer befinden; außerdem bluten sie kaum, sodass diese auf diesem Weg nicht aus dem Wundgebiet gelangen können. Bei entsprechenden Anzeichen sollte daher auch bei kleineren Verletzungen zum Arztbesuch geraten werden. Brandblasen sollten zudem nicht in Eigenregie geöffnet werden.

Und: Auch wenn bei einer ther­mischen Verletzung nur eine geringe Hautfläche betroffen ist, kann diese mit einer erheblichen Narbenbildung einhergehen. Dies kann langfristig nicht nur ein kosmetisches Problem darstellen, sondern auch die Funk­tionsfähigkeit der Haut beeinträch­tigen.

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