| Melanie Höhn |
| 11.10.2023 13:05 Uhr |
Laut Anklage soll Lunapharm mit dem illegalen Handel Einnahmen in Höhe von 1,1 Millionen Euro erzielt haben. Wegen der falschen Angaben über die Vertriebswege gelten die Medikamente als gefälscht, auch wenn diese nicht unwirksam oder schädlich für die Patienten waren. Über den Skandal war damals Landesgesundheitsministerin Diana Golze (Linke) gestürzt, weil das Landesgesundheitsamt angeblich trotz frühzeitiger Hinweise nicht eingeschritten sein soll.
Krautz-Zeitel will sich am 20. Oktober ausführlich zu allen Vorwürfen äußern, wie ihre Anwälte Bettina Holstein und Dirk Sauer in einer Presseerklärung verlauten ließen. Anschließend werde sie für Fragen aller Beteiligten umfassend zur Verfügung stehen. Schon jetzt sei aber zu betonen, heißt es in dem Schreiben, »dass niemand den Vorwurf erhoben hat, es seien mit den von der Lunapharm Deutschland GmbH vertriebenen Medikamenten zu irgendeinem Zeitpunkt Probleme aufgetreten. Auch die Staatsanwaltschaft behauptet dies nicht«. Alle Medikamente seien »stets beanstandungsfrei« gewesen, »entsprachen allen Vorschriften und die Spezifikationen stimmen«, heißt es weiter. »Irgendeine Täuschung oder gar Gefährdung von Patienten lag nie vor und wird der Geschäftsführerin auch nicht vorgeworfen«. Dies betonte sie auch schon im Jahr 2019 bei einem Pressegespräch.