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Männerleiden
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Prostataprobleme evidenzbasiert behandeln

Scham, Schmerzen, sexuelle Unzufriedenheit und reduzierte Lebensqualität: Das empfinden viele Männer mit Prostataproblemen und sexueller Dysfunktion. Aber die wenigsten sprechen darüber. Die Apotheke vor Ort hat hier eine Lotsenfunktion und muss Fingerspitzengefühl in der Beratung zeigen.
AutorKontaktBrigitte M. Gensthaler
Datum 22.03.2021  14:34 Uhr

Auch an STI denken

Ein weiteres Beratungsthema in der Apotheke sind sexuell übertragbare Erkrankungen (STI), die laut Ude auf dem Vormarsch sind. Männer, vor allem homosexuelle, seien gefährdeter als Frauen. Laut einer Studie erhielten fast drei Viertel derjenigen Männer, die eine HIV-Präexpositionsprophylaxe (PrEP) nutzten, im ersten Jahr der Anwendung die Diagnose Tripper, Chlamydien oder Syphilis . Das Apothekenpersonal müsse Männer bei der Abgabe von PrEP-Medikamenten darüber aufklären, dass diese nicht vor anderen STI schützen und sie die übliche Expositionsprophylaxe mit Kondomen beibehalten müssen.

Ebenso müsse man sich vor einer Fehlinterpretation von Symptomen hüten, mahnte Ude. So könne das Bakterium Chlamydia trachomatis Urethritis-Symptome auslösen, die an einen Harnwegsinfekt denken lassen. Chlamydien werden zum Beispiel mit Doxycyclin oder Azithromycin behandelt.

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