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Antivirale Therapie
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Positives und Negatives zu Molnupiravir bei Covid-19

Der antivirale Wirkstoff Molnupiravir ist derzeit als mögliches Covid-19-Medikament im Gespräch. Die Firmen MSD und Ridgeback Biotherapeutics haben nach einer Zwischenanalyse angekündigt, eine Phase-III-Studie bei nicht hospitalisierten Covid-19-Patienten fortzusetzen. Eine Phase-III-Studie bei stationär behandelten Patienten wird dagegen nicht weitergeführt.
AutorKontaktSven Siebenand
Datum 16.04.2021  16:26 Uhr

Studie zur Postexpositionsprophylaxe in Planung

Die endgültigen Daten der Studie sollen voraussichtlich im September oder Oktober 2021 vorliegen. MSD geht derzeit davon aus, dass frühestens in der zweiten Jahreshälfte ein Antrag auf eine Notfallzulassung für Molnupiravir bei der US-amerikanischen Zulassungsbehörde FDA gestellt werden kann. Darüber hinaus plant MSD in der zweiten Hälfte des Jahres 2021 den Beginn einer klinischen Studie zur Evaluierung von Molnupiravir für die Postexpositionsprophylaxe.

Molnupiravir wurde ursprünglich als Grippemedikament entwickelt. Es handelt sich um das Prodrug des Nukleosidanalogons N4-Hydroxycytidin. Durch Induktion von Kopierfehlern hemmt es die Virusreplikation verschiedener RNA-Viren, unter anderem auch jene von SARS-CoV-2.

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