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Impfungen und Impfstoffe

Pinterest blendet Suchergebnisse aus

Pinterest hat US-Medienberichten zufolge mit einer drastischen Maßnahme auf eine in den USA schon länger schwelende Diskussion über Impfungen reagiert. Wer nach den englischen Begriffen »vaccination» (Impfung) oder »vaccine« (Impfstoff) sucht, bekommt keine Ergebnisse mehr angezeigt, berichtete das »Wall Street Journal«.
dpa
21.02.2019
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Die betroffenen Inhalte bleiben online, können aber über die Suchfunktion nicht entdeckt werden. So bleibt die digitale Pinnwand leer. Die Maßnahme ziele darauf ab, die Verbreitung von Falschinformationen einzudämmen, erklärte das Unternehmen dem »Wall Street Journal«. Demnach seien die meisten impfrelevanten Bilder auf Pinterest impfkritisch und widersprechen anerkannten medizinischen Richtlinien und Forschungen, denen zufolge Impfungen sicher seien.

Pinterest hatte die Maßnahme dem Bericht zufolge schon 2018 eingeführt, sich bisher aber noch nicht öffentlich dazu geäußert. Das Regulieren von Suchergebnissen ist umstritten. Das Wall Street Journal schrieb, die Maßnahme »zeige die Macht von Tech-Unternehmen, die Diskussion von heiklen Themen zu zensieren«. Der republikanische Kongressabgeordnete Adam Schiff kritisierte hingegen auf Twitter andere Unternehmen wie Facebook und Google dafür, dass sie die Nutzer zu Informationen von Impfgegnern lenkten und damit »die öffentliche Gesundheit unterminieren«. Die Impfdiskussion brodelt derzeit in den USA. Im Bundesstaat Washington war im Januar nach einem Masernausbruch der Notstand ausgerufen worden. Pinterest versteht sich selbst als visuelle Suchmaschine, bei der man zum Beispiel nach Ideen für Wohnungseinrichtungen, Reisen, Kochen, aber auch nach Gesundheitsthemen Ausschau halten kann. Nutzer können Bilder aus dem Internet in Kollektionen sammeln. Wer auf Pinterest auf Deutsch nach dem Begriff «Impfung» sucht, bekommt weiterhin Ergebnisse angezeigt.

 

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