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FIP-Podcast
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Pharmazeutinnen sollten einander stärken

Gute Führung bedeutet, andere stark zu machen. Wie Empowerment unter Frauen entsteht und welche Rolle Mentoring und Netzwerke für die Zukunft der Pharmazie spielen, ist Thema der aktuellen Folge des FIP-Podcasts.
AutorKontaktJennifer Evans
Datum 05.10.2026  14:00 Uhr

Empowerment bedeutet, Menschen mit Selbstvertrauen und Kompetenzen auszustatten, die sie für ein selbstbestimmtes und unabhängiges Leben benötigen und auf deren Basis sie fundierte Entscheidungen treffen können. Dabei handelt es sich nicht um eine einmalige Sache, sondern um einen Entwicklungsprozess. Wie können sich Frauen in der Pharmazie gegenseitig stärken? Darüber berichtete Dr. Aline Hajj, außerordentliche Professorin an der Fakultät für Pharmazie der kanadischen Université Laval, in einer neuen Folge des Podcasts »Coffee with FIP« des Weltapothekerverbands FIP.

Gerade in der Pharmazie spiele Empowerment eine zentrale Rolle, weil es Frauen ermutige, Verantwortung zu übernehmen, Chancen zu nutzen und sich aktiv in Ausbildung, Forschung und Gesundheitsversorgung einzubringen, betonte sie. Dabei sollten sie nicht warten, bis sie den Titel einer Professorin oder einer leitenden Wissenschaftlerin hätten, bevor sie Führungserfahrungen sammelten, rät sie. Die Koordination eines Projekts, die Organisation einer Veranstaltung oder eines Workshops oder die Leitung einer studentischen Initiative könnte bereits ein guter Anfang sein.

Führung ist kein Titel, sondern eine Fähigkeit

Weibliche Führungskräfte veränderten, wie Führung praktiziert werde, ist Hajj sicher. Sie setzen demnach ihren Schwerpunkt stärker darauf, Brücken zwischen Disziplinen, Institutionen und Ländern zu bauen sowie Räume zu schaffen, in denen unterschiedlichste Perspektiven zusammenkommen. »Deshalb ist Zusammenarbeit meiner Meinung nach der wichtigste Faktor, durch den Innovation entstehen kann«, so Hajj.

Solche internationalen Netzwerke, aber auch Mentoring, helfen laut der Wissenschaftlerin dabei, Erfahrungen zu teilen und Selbstvertrauen aufzubauen. Moderne Mentoring-Programme dienten inzwischen nicht mehr nur dem Erfolg auf der Karriereleiter. Sie stärkten auch Resilienz, Wohlbefinden und die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, sagte sie.

Eine gute Führungskraft zu sein ist für sie keine Frage des Titels oder der Hierarchie, sondern die Fähigkeit, andere zu fördern, Vertrauen aufzubauen und ihnen Möglichkeiten für Wachstum zu bieten. Das gebe Menschen das Gefühl, ihre Ziele seien erreichbar. Hajjs Fazit: »Ich glaube, es ist unsere Verantwortung als Akademiker, das Beste für andere zu tun, insbesondere für unsere Studierenden und jüngeren Kollegen, um ihnen zu helfen, sich weiterzuentwickeln und ihr Leben zu meistern.«

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