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Rücken, Migräne, Arthritis
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Perfektionismus verstärkt Schmerzen

Chronische Schmerzen gehen auch mit psychologischen Mustern einher. Eine Studie zeigt die Wechselwirkungen zwischen Perfektionismus, Selbstmitgefühl, Selbstwirksamkeit und Stress auf.
AutorKontaktJennifer Evans
Datum 06.03.2026  09:00 Uhr

Wenn der Kopf mal wieder dröhnt oder der Rücken zwickt – dann will man im Alltag womöglich alles zu perfekt erledigen. Chronische Schmerzen hängen nämlich eng mit psychologischen Faktoren wie Perfektionismus, Selbstmitgefühl und Selbstwirksamkeit zusammen.

In zwei Studien hat Dr. Graeme Ditchburn von der Murdoch University School of Psychology insgesamt 531 Menschen im Alter von 18 bis 65 Jahren, die seit mehr als drei Monaten über chronische Schmerzen berichteten, und 515 schmerzfreie Personen untersucht. Die häufigsten Beschwerden der Teilnehmenden waren Rückenschmerzen, Migräne und Arthritis.

Die erste Studie zeigte, dass Personen mit chronischen Schmerzen ein deutlich höheres Maß an sozial vorgeschriebenem Perfektionismus – also den Erwartungen anderer genügen zu wollen – aufwiesen und gleichzeitig ein geringeres Maß an Selbstmitgefühl hatten als Menschen ohne Schmerzen.

Die zweite Studie ergänzt, dass auch die Selbstwirksamkeit bei Betroffenen oft niedriger ist, vor allem wenn sie Erwartungen anderer erfüllen wollen. Selbstorientierter Perfektionismus – also das Bestreben die eigenen Zielsetzungen zu erfüllen – und Selbstmitgefühl korrelierten dagegen positiv. Die Ergebnisse sind im Fachjournal »Psychology and Health« veröffentlicht.

Schmerzpatienten erleben Frustration

Ditchburn erläutert auf der Website der Universität, dass Schmerzpatienten sich häufig selbst zu hohen Zielen drängen und Frustration erleben, wenn alltägliche Aktivitäten schwerfallen. Sie neigen dazu, Schmerzen und Belastungen als die eigene Schuld zu sehen, was ihr Selbstvertrauen und ihre Leistungsfähigkeit mindert. Diese Zusammenhänge verstärken den Stress und wirken sich negativ auf Körper und Psyche aus.

Die Ergebnisse legen seiner Auffassung nach nahe, dass es hilfreich für Betroffene sein kann, Selbstmitgefühl sowie Selbstwirksamkeit zu stärken, um perfektionistische Tendenzen zu verringern. Ein besseres Verständnis dieser Wechselbeziehungen könnte außerdem helfen, künftig weitere Ansätze zur Schmerzbewältigung zu finden.

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