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Phase-III-Studie
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Pegyliertes λ-Interferon als Therapie bei Covid-19

Mit pegyliertem λ-Interferon zeichnet sich ein hoffnungsvoller Kandidat für die Behandlung von Covid-19 ab. In einer Phase-III-Studie mit mehr als 2000 Patienten ab 50 Jahren oder mit hohem Risiko für schwere Krankheitsverläufe halbierte eine einmalige Injektion die Notwendigkeit für eine stationäre Behandlung.
AutorKontaktTheo Dingermann
Datum 09.02.2023  14:00 Uhr
Pegyliertes λ-Interferon als Therapie bei Covid-19

Infiziert SARS-CoV-2 eine Zelle, reagiert diese unter anderem mit einer schwachen Expression von TYP-III-Interferonen. Zu dieser Gruppe gehören verschiedenen λ-Interferon-Isoformen. Die Synthese dieser Interferone ist eine frühe Verteidigungslinie zum Schutz vor der Manifestation einer Infektion der oberen Atemwege. Diese biologische Reaktion bildete die Rationale für die exogene Zufuhr von λ-Interferon zur Behandlung von Risiko-Covid-19-Patienten, eine Strategie, die sich jetzt als erstaunlich effizient erwies.

In einer aktuell im »New England Journal of Medicine« (NEJM) veröffentlichten Arbeit präsentieren Dr. Gilmar Reis vom McMaster University Medical Centre in Hamilton, Kanada, und Kollegen Daten der randomisierten, placebokontrollierten Phase-III-Studie » TOGETHER«, in der sie insgesamt 931 an Covid-19 erkrankte Patienten mit mindestens einem Risikofaktor für einen schweren Krankheitsverlauf mit einer einzelnen Dosis an pegyliertem λ-Interferon behandelten. Die 1018 Patienten in der Kontrollgruppe erhielten eine Placeboinjektion.

Der primäre zusammengesetzte Endpunkt war ein Covid-19-bedingter Krankenhausaufenthalt beziehungsweise eine Verlegung von einer Notaufnahme in ein Tertiärkrankenhaus aufgrund des Fortschreitens des Krankheitsverlaufs innerhalb von 28 Tagen nach der Randomisierung oder ein Besuch in der Notaufnahme, die eine Beobachtung von mehr als sechs Stunden erforderte, innerhalb von 28 Tagen nach der Randomisierung.

Insgesamt waren 83 Prozent der Patienten geimpft. Bei 25 von 931 Patienten (2,7 Prozent) in der Interferongruppe trat ein primäres Ereignis auf, verglichen mit 57 von 1018 (5,6 Prozent) in der Placebogruppe. Somit ergab sich eine Risikoreduktion durch die Behandlung von 51 Prozent (Relatives Risiko 0,49).

Es zeigten sich keine signifikanten Unterschiede für die verschiedenen SARS-CoV-2-Varianten, mit denen sich die Patienten während der Studie infiziert hatten. Zudem ergaben sich auch keine Unterschiede im therapeutischen Ansprechen abhängig vom Impfstatus.

Bei den Patienten mit einer hohen Viruslast zu Beginn der Studie wiesen diejenigen, die eine Injektion mit dem pegylierten λ-Interferon erhalten hatten, an Tag 7 eine niedrigere Viruslast auf als diejenigen, die Placebo erhalten hatten. Die Inzidenz unerwünschter Ereignisse war in beiden Gruppen sehr ähnlich.

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