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Periduralanästhesie
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PDA für Neugeborene nicht schädlich

Birgt die Periduralanästhesie bei der Mutter während der Wehen Risiken für Neugeborene oder Kinder? Eine aktuelle Studie aus Schottland gibt Entwarnung und plädiert für eine bessere Verfügbarkeit als sicherer Bestandteil der Versorgung rund um die Geburt.
AutorKontaktJohanna Hauser
Datum 12.08.2026  13:30 Uhr
PDA für Neugeborene nicht schädlich

Die Periduralanästhesie (PDA) gilt als die effektivste Methode der Schmerzlinderung während der Geburt. Trotz der wichtigen Vorteile für die Mutter kann eine PDA mit physiologischen Nebenwirkungen wie veränderter uteroplazentarer Durchblutung oder fetalen Herzfrequenzanomalien verbunden sein. Das sorgt für Bedenken hinsichtlich möglicher Auswirkungen einer PDA auf das Neugeborene.

Anhand von Daten des National Health Service untersuchte ein Team um Dr. Rachel J. Kearns vom Glasgow Royal Infirmary nun, ob es einen Zusammenhang zwischen einer PDA und neurologischen oder anderen Erkrankungen des Neugeborenen gibt. Die Ergebnisse, die in »The BMJ« veröffentlicht wurden, geben jedoch Entwarnung.

Eingeschlossen waren 495.695 Frauen in den Wehen, die zwischen der 24. und 42. Schwangerschaftswoche entbanden. Der Beobachtungszeitraum erstreckte sich über 13 Jahre, vom 1. Januar 2007 bis zum 31. Dezember 2019. Alle Frauen waren mit einem Kind schwanger.

Risiko nicht erhöht

114.897 Frauen (23,2 Prozent) erhielten während der Wehen eine PDA. Neurologische Erkrankungen traten bei 434 Babys auf (0,9 pro 1000 Geburten) und wurden häufiger bei Frauen beobachtet, die keine PDA erhalten hatten (350/380.798 gegenüber 84/114.897). Somit zeigte sich kein Zusammenhang zwischen einer PDA und schwerwiegenden neurologischen Erkrankungen.

Die neurologische Morbidität bei Neugeborenen war in der PDA-Gruppe nicht erhöht (bereinigtes relatives Risiko [RR] 0,87). Auch für andere schwere neonatale Morbiditäten zeigte sich kein relevanter Risikoanstieg (RR 1,17). Das Risiko einer neonatalen Sepsis lag bei RR 1,11, für einen Apgar-Wert von < 4 nach fünf Minuten bei RR 0,97 und für die neonatale Mortalität innerhalb der ersten 28 Lebenstage bei RR 0,81. Ebenso fand sich kein erhöhtes Risiko für eine Zerebralparese im Kindesalter (RR 0,80).

Somit traten schwerwiegende neurologische Erkrankungen insgesamt selten und im Rahmen der erwarteten Häufigkeit auf; sie waren in der PDA-Gruppe nicht häufiger. Die Ergebnisse waren in allen Untergruppen konsistent, einschließlich Frauen mit als risikoreich eingestuften Schwangerschaften, Frühgeburten sowie bei verschiedenen Geburtsarten.

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