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Evaluation
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Patienten äußerst zufrieden mit Corona-Impfungen in Apotheken

Eine wissenschaftliche Auswertung bestätigt: Wer sich in Deutschland in einer Apotheke gegen Covid-19 hat impfen lassen, war mit diesem Service dort extrem zufrieden. Die impfenden Apotheker waren demnach hoch motiviert, kämpften aber mit Personalengpässen.
AutorKontaktDaniela Hüttemann
Datum 10.06.2022  18:00 Uhr

Apotheker sind hoch motiviert

Die elf impfenden Apotheker waren nach eigenen Angaben ausnahmslos hoch motiviert und empfanden ihr Impfangebot als sinnstiftend. Die Patienten seien dankbar gewesen und hätten den neuen professionellen Service zu schätzen gewusst, so das Feedback. Schwierig sei jedoch die Organisation aufgrund ohnehin schon hoher Arbeitsbelastung und Personalengpässen gewesen. So impften vier Apotheken während ruhigerer Öffnungszeiten und neun Apotheken außerhalb der regulären Öffnungszeit. In den meisten Apotheken unterstützen PTA den Vorgang durch Impfstoff-Bestellung und -Rekonstitution, Terminmanagement und Dokumentation.

Alle teilnehmenden Apotheken wollen auch weiterhin Covid-19-Impfungen anbieten, weil sie es für wichtig und sinnvoll halten. Als Hindernisse nannten sie außer dem Personal- auch den Platzmangel in der Offizin. Zudem wünschten sie sich zum Teil die Verfügbarkeit von Einzel-Impfdosen, um Verwurf zu vermeiden, sowie eine bessere Vergütung für den Gesamtaufwand.

»Die Daten dieser Studie sprechen stark dafür, Apotheken als zusätzliche Anbieter von Covid-19-Impfungen einzubeziehen«, so das Fazit des Studienteams. »Die Patienten gaben eine ausgeprägte Zufriedenheit mit diesem Setting an und drückten ein Gefühl von Sicherheit und Vertrauen aus.« Die Patienten schätzten den niedrigschwelligen Zugang. Dieser könne möglicherweise zu höheren Impfraten beitragen.

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