| Daniela Hüttemann |
| 05.10.2026 12:10 Uhr |
Für Pharmaunternehmen erweitere die Optogenetik die Möglichkeiten, im Labor aus einer Vielzahl von Substanzen diejenigen herauszusieben, die als Wirkstoff gegen eine bestimmte Erkrankung in Betracht kommen und dazu weiter untersucht und optimiert werden sollen, teilte der Verband der forschenden Pharmaunternehmen (vfa) mit. Sie hilft also beim Screening.
»Von Nutzen ist das insbesondere, wenn es um Wirkstoffe geht, die auf Nervenzellen einwirken sollen; denn deren Signale und Reaktionen sind in besonderem Maße davon abhängig, welche Ionenkanäle in ihrer Membran gerade aktiv sind«, so der Verband. Denkbare Indikationen sind Epilepsie und Schmerzen.
Im vergangenen Jahr ging der Medizin-Nobelpreis an Professor Dr. Shimon Sakaguchi von der Universität Osaka in Japan, Dr. Mary E. Brunkow vom Institute for Systems Biology in Seattle, USA, und Dr. Fred Ramsdell, Scientific Advisor des US-Unternehmens Sonoma Biotherapeutics. »Ihre Entdeckungen waren entscheidend für unser Verständnis davon, wie das Immunsystem funktioniert und warum wir nicht alle schwere Autoimmunerkrankungen entwickeln«, hieß es in der Begründung.
Die Verleihung der Nobelpreise findet jedes Jahr am Todestag von Stifter Alfred Nobel, am 10. Dezember, in Stockholm (Medizin/Physiologie, Chemie, Physik, Literatur und Wirtschaftswissenschaften) sowie in Oslo (Frieden) statt.