| Annette Rößler |
| 13.06.2025 18:00 Uhr |
Nicht zuletzt kann es infolge einer ADN auch zu Blasenentleerungsstörungen und sexueller Dysfunktion kommen. Die DDG rät in ihrer Praxisempfehlung dazu, jeden Patienten mit Diabetes regelmäßig gezielt nach Miktionsstörungen und der Zufriedenheit mit dem Sexualleben zu befragen. Nur: Wie häufig wird das in der Praxis gemacht? »Wir befürworten, dass solche Symptome häufiger aktiv nachgefragt werden«, betonte Bönhof.
Wenn mehr Patienten mit einer ADN identifiziert würden, könnten sie womöglich noch besser betreut und weitere Komplikationen dadurch verhindert werden. Das könnte die Lebensqualität der Betroffenen verbessern und die Sterblichkeit senken: »Es besteht heute kein Zweifel darüber, dass eine ADN erhebliche Konsequenzen hinsichtlich einer reduzierten Lebenserwartung, Risikoabschätzung für Endorganschäden und einer eingeschränkten Lebensqualität hat«, heißt es vonseiten der DDG. So hätten etwa Patienten mit KADN im Vergleich zu Patienten ohne KADN ein 3,5-fach erhöhtes Sterberisiko.