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Voclosporin
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Neues Immunsuppressivum bei Lupus-Nephritis

Im März kam das Immunsuppressivum Voclosporin zur Behandlung von Erwachsenen mit schwerer aktiver Lupus-Nephritis auf den Markt. Es wird immer mit Mycophenolat-Mofetil kombiniert. 
AutorKontaktBrigitte M. Gensthaler
Datum 05.04.2023  07:00 Uhr

Intensive Überwachung nötig

In der Schwangerschaft und bei Frauen im gebärfähigen Alter, die nicht verhüten, wird das Medikament nicht empfohlen. Bei stillenden Frauen ist zu entscheiden, ob sie abstillen oder auf Voclosporin verzichten sollen.

Patienten unter immunsuppressiver Therapie müssen in vielerlei Hinsicht gut überwacht werden. Da Immunsuppressiva das Hautkrebsrisiko erhöhen, sollten sie sich vor zu viel Sonnenlicht schützen. Zudem sollten sie engmaschig auf Infektionen überwacht werden. Es besteht ein erhöhtes Risiko für Neurotoxizität. Der Arzt sollte regelmäßig die Nierenfunktion sowie den Serumkaliumspiegel überprüfen.  Die Kombination von Voclosporin mit Arzneimitteln, die das QTC-Intervall am Herzen verlängern, kann zu einer klinisch signifikanten Verlängerung dieses Intervalls führen.

Immunsuppressiva wie Voclosporin können die Reaktion auf Impfungen beeinflussen. Die Anwendung von abgeschwächten Lebendimpfstoffen ist zu vermeiden.

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