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RASP-Inhibitoren
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Neuer Ansatz beim trockenen Auge

Die Pathophysiologie des Sicca-Syndroms ist komplex und bisher nicht vollständig erforscht. Eine Rolle im Entzündungsgeschehen spielen reaktive Aldehydspezies (RASP). Ein erster RASP-Inhibitor befindet sich in den USA im Zulassungsverfahren.
AutorKontaktManfred Schubert-Szilavecz
Datum 14.02.2024  18:00 Uhr
Früher Eingriff in die Entzündungskaskade

Früher Eingriff in die Entzündungskaskade

RASP sind reaktive Aldehydmoleküle, die kovalent mit verschiedenen Proteinen reagieren und so proinflammatorisch wirken. Die beiden am häufigsten referierten krankheitsassoziierten proinflammatorischen RASP sind Malondialdehyd und 4-Hydroxynonenal. Malondialdehyd wird mit zahlreichen Entzündungs- und Autoimmunkrankheiten in Verbindung gebracht, unter anderem mit Asthma bronchiale, Psoriasis und verschiedenen Augenerkrankungen.

RASP-Inhibitoren sollen als Gatekeeper bei Entzündungsreaktionen wirken, da sie am Beginn der Entzündungskaskade eingreifen, bevor es zur Aktivierung von T-Zellen und der Ausschüttung entzündungsrelevanter Zytokine kommt. Ein erster Vertreter ist der Arzneistoffkandidat Reproxalap (ADX-102) von Aldeyra Therapeutics, an dem beispielhaft in der Abbildung der molekulare Wirkmechanismus der RASP-Inhibitoren dargestellt ist. Das Aminochinolinderivat reagiert kovalent mit der Aldehydgruppe der RASP und senkt so deren Konzentration im entzündeten Gewebe.

Reproxalap konnte im TRANQUILITY-Studienprogramm zeigen, dass es die Entzündung bei Patienten mit nicht infektiöser anteriorer Uveitis, allergischer Konjunktivitis und trockenem Augen lindert. Der RASP-Inhibitor befindet sich derzeit in Form einer lokal am Auge zu applizierenden Lösung im US-amerikanischen Zulassungsverfahren.

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