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Spezifischer IgE-Inhibitor
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Neuer Ansatz bei Erdnussallergie

Es gibt einen cleveren neuen Ansatz zur Behandlung von Erdnussallergikern, mit dem im Tierversuch allergische Reaktionen effektiv unterdrückt werden konnten. Von dem kovalenten heterobivalenten Inhibitor (cHBI) wird hoffentlich noch mehr zu hören sein.
AutorKontaktAnnette Rößler
Datum 14.02.2023  16:03 Uhr
Positive In-vivo-Ergebnisse und Ausblick

Positive In-vivo-Ergebnisse und Ausblick

Diesen cHBI testeten die Wissenschaftler nun in vivo in einem humanisierten Mausmodell, das reife menschliche Mastzellen bildete und auf die Gabe von Ara-h-2-spezifischen, von Erdnussallergikern gewonnenen IgE-Antikörpern allergisch reagierte. Wurde diesen Mäusen der cHBI verabreicht, waren sie in der Folge länger als zwei Wochen vor Ara-h-2-abhängigen allergischen Reaktionen geschützt. Auch erst nach einer Allergenexposition gegeben, schützte der cHBI die Mäuse vor einer tödlichen Anaphylaxie und milderte allergische Symptome ab, die bereits eingesetzt hatten. Der cHBI verhinderte dabei die IgE-abhängige Mastzelldegranulation spezifisch für das Antigen Ara h 2.

Die Forscher sehen durch diese Ergebnisse ihren Ansatz bestätigt und halten den cHBI für einen möglichen Kandidaten zur Verhinderung von allergischen Reaktionen bei Erdnussallergikern, den es nun weiter zu testen gelte. Sollte sich die Wirksamkeit in Studien mit Menschen bestätigen, ließe sich der Ansatz womöglich auch auf andere Immunglobulin-vermittelten Krankheiten übertragen, etwa Autoimmunerkrankungen.

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