Pharmazeutische Zeitung online Avoxa
whatsApp instagram facebook bluesky linkedin xign

Pegunigalsidase alfa
-
Neue Enzymersatztherapie bei Morbus Fabry

Mit Pegunigalsidase alfa kam ein neues Arzneimittel zur Enzymersatztherapie bei erwachsenen Patienten mit Morbus Fabry auf den Markt. Die genetisch bedingte, seltene Krankheit ist gekennzeichnet durch einen Mangel an α-Galaktosidase A und führt vor allem zu Herz- und Nierenschäden.
AutorKontaktBrigitte M. Gensthaler
Datum 02.11.2023  07:00 Uhr

Infusionsbedingte Reaktionen

Die häufigsten Nebenwirkungen waren infusionsbedingte Reaktionen (Nebenwirkungen innerhalb von zwei Stunden nach der Infusion, 6,3 Prozent der Patienten), gefolgt von Überempfindlichkeit und Asthenie bei jeweils 5,6 Prozent. In klinischen Studien kam es bei fünf Patienten (3,5 Prozent) zu einer schwerwiegenden Reaktion, davon viermal eine bestätigte IgE-vermittelte Überempfindlichkeitsreaktion bei der Erstinfusion.

In klinischen Studien entwickelten 17 von 111 Patienten (16 Prozent), die mit 1 mg/kg Elfabrio alle zwei Wochen behandelt wurden, behandlungsinduzierte Anti-Drug-Antikörper (ADA). Bei diesen Patienten kann das Risiko für IRR erhöht sein und schwere IRR treten mit größerer Wahrscheinlichkeit bei ADA-positiven Patienten auf.

Das Medikament ist im Kühlschrank zu lagern (2 bis 8 °C). Die zubereitete Infusionslösung sollte möglichst sofort verwendet, jedoch nicht länger als 24 Stunden im Kühlschrank oder acht Stunden bei Temperaturen unter 25 °C gelagert werden.

Mehr von Avoxa