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Online-Spiel »SeeMe«
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Nebenwirkungen spielerisch erkennen lernen

Ein Online-Spiel der RWTH Aachen hilft Medizinstudierenden, unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW) besser zu erkennen. In der Rolle eines Arztes lösen sie dabei fiktive Patientenfälle. Eine neue Studie legt nahe, dass sich das Spiel positiv auf den Lernerfolg auswirkt.
AutorKontaktLaura Rudolph
Datum 25.10.2024  09:00 Uhr
Nebenwirkungen spielerisch erkennen lernen

»Serious Games« sind Brett-, Karten- oder Computerspiele, die primär nicht unterhalten, sondern Wissen vermitteln sollen. Ein solches Spiel ist »SeeMe« (Serious Game Side-Effect Exposure – Medical Education), das darauf abzielt, Medizinstudierende für die Erkennung von UAW zu sensibilisieren. Die Medizinische Fakultät und das Institut für Klinische Pharmakologie der RWTH Universität in Aachen haben es im Rahmen eines EU-Forschungsprojekts entwickelt und in das Medizinstudium in Aachen integriert. Das Spiel ist kostenfrei für jeden zugänglich.

Wie das Spiel bei Medizinstudierenden im Praktischen Jahr ankommt und wie es Kompetenz in Bezug auf pharmakologische Fragen beeinflusst, hat nun ein Forschungsteam um Dr. Ingmar Bergs, Facharzt für Innere Medizin und Pneumologie an der Uniklinik RWTH Aachen, untersucht. Wie die Forschenden im »European Journal of Clinical Pharmacology« berichten, beantworteten die Teilnehmenden Fragen zu UAW nach einer achtwöchigen Spielphase signifikant häufiger korrekt als davor.

Zwischen Juli 2021 und Februar 2024 nahmen insgesamt 147 Medizinstudierende der Universität Aachen an der Studie teil, die sich bereits in der klinisch-praktischen Ausbildung befanden und ab dem dritten Studienjahr Patientenkontakt hatten. Sie erhielten jeweils acht Wochen Zeit, das Spiel zu spielen. Vor und nach der Spielphase sollten die Teilnehmenden Wissenstests zu UAW absolvieren. Die Fragen waren an das Niveau des Staatsexamens angepasst und deckten vergleichbare Themen vor und nach dem Spiel ab. Außerdem bewerteten die Studierenden per Online-Fragebogen ihre Spielerfahrung, die Benutzerfreundlichkeit des Systems und ihren subjektiven Lernfortschritt.

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