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Martin-Luther-Universität Halle
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Millionenförderung für Graduiertenkolleg

Forschende eines Graduiertenkollegs im Bereich Proteinforschung an der MLU haben einen großen Erfolg verbucht: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat die Förderung in Höhe von fünf Millionen Euro um eine weitere Periode verlängert. Sprecherin des Kollegs ist die Professorin für Pharmazeutische Chemie, Dr. Andrea Sinz.
AutorKontaktTheo Dingermann
Datum 10.11.2023  12:00 Uhr

Das Graduiertenkolleg 2467 »Intrinsisch ungeordnete Proteine - Molekulare Prinzipien, zelluläre Funktionen und Krankheiten« an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) wurde bereits seit 2019 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. Mit der erneuten Förderung kann nun die Ausbildung von Promovierenden im Proteinforschung fortgesetzt und ausgebaut werden.

Das Kolleg widmet sich intrinsisch ungeordneten Proteinen, die wegen ihrer Eigenschaften besonders schwer zu erforschen sind. Andererseits stehen aber diese speziellen Proteine unter Verdacht, bereits bei kleinsten Fehlfunktionen schwerwiegende Erkrankungen auszulösen. All dies macht diese Proteinklasse für Forschungen im Bereich der Medizin und Pharmazie besonders interessant.

Die Doktorandinnen und Doktoranden in den beteiligten Forschergruppen konnten während der ersten Förderperiode wichtige grundlegende Erkenntnisse zu einzelnen dieser Proteine gewinnen. Dies zeigt sich auch in 50 wissenschaftlichen Artikeln in international angesehenen Fachzeitschriften, die aus den Arbeiten im Graduiertenkolleg resultierten. Darunter ist auch ein Übersichtsartikel, an dem alle Promovierenden des GRK mitgewirkt haben, wie es in der Pressemitteilung der MLU heißt. Dies zeigt eine sehr große thematische Homogenität, die einem effizienten Output sehr zuträglich ist.

In der verstrichenen Förderperiode wurden zehn geförderte Promotionen und drei assoziierte Promotionsvorhaben erfolgreich abgeschlossen. Stolz ist man auch auf die stark internationale Ausrichtung des Graduiertenkollegs. Dazu sagt Sinz: »Trotz der Pandemie stammt mehr als die Hälfte der Promovierenden aus dem Ausland.«

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