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Mögliche Behandlungsoption
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Mesenchymale Stromazellen bei Covid-19

Mesenchymale Stromazellen scheinen sich zu einer Art Geheimwaffe zur Behandlung von Komplikation zu entwickeln, die vor allem durch das eigene Immunsystem verursacht werden. Jetzt werden sie auch bei Covid-19 getestet.
AutorKontaktTheo Dingermann
Datum 17.04.2020  10:44 Uhr

Skepsis und Zustimmung

Es gibt jedoch auch skeptische Stimmen. So gibt Professor Dr. Christine Mummery, eine Entwicklungsbiologin und Stammzellenforscherin von der Universität Leiden, zu bedenken, dass die Beweise für eine wirksame Modulation der Immunantwort durch MSC »nicht so stark« sind. Viele der Studien hätten sich in Bezug auf das klinische Ergebnis als nicht signifikant herausgestellt, sagte Mummery dem Magazin »The Scientist«. Zudem gebe es eine große Variabilität hinsichtlich des Ausgangsgewebes der MSC und damit des Typs oder der Typen der Zellen, die injiziert werden. Der Wirkungsmechanismus sei nicht klar. Bezüglich der Frage, ob sie wirken, gebe es »Gläubige und Ungläubige«.

Andere Experten sehen das anders. Professor Dr. Ashok Shetty vom Texas A&M University College of Medicine resümiert, dass die Ergebnisse der Studie in China durchaus einen Nutzen für Covid-19-Patienten demonstrierten, auch für alte Menschen. Allerdings fordert auch Shetty Studien an einer größeren Patientenkohorte, um die positiven Signale zu validieren.

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