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Empathie und Respekt
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Menschen mit Behinderung verstehen und beraten

Sensible Kommunikation ist für die Patientensicherheit, Adhärenz und das Vertrauen zentral. Besonders Menschen mit Seh-, Hör- oder psychischen Beeinträchtigungen sind auf klare, respektvolle und strukturierte Sprache angewiesen. Ein Leitfaden für medizinisches Personal gibt Tipps für den Versorgungsalltag.
AutorKontaktJennifer Evans
Datum 13.01.2026  07:00 Uhr

Kommunikation mit Menschen im Autismus-Spektrum

Menschen im Autismus-Spektrum unterscheiden sich stark – je nach Form und Ausprägung. Klare, kurze und eindeutige Anweisungen ohne sprachliche Ironie oder Doppeldeutigkeiten helfen aber allen Betroffenen in der Kommunikation. Sie entspannen sich auch, wenn sie wissen, wann eine Maßnahme beginnt, was genau passiert und wie lange einzelne Abschnitte dauern. Zusätzliche Sicherheit kann es bieten, die Behandlungsabläufe schriftlich zu fixieren oder in Piktogramme zu verpacken.

Da viele Körperkontakt schlecht tolerieren, sollte das Apothekenteam notwendige Berührungen ankündigen und erklären. Zu bedenken ist auch: Manche haben ein reduziertes Schmerzempfinden und reagieren womöglich deshalb untypisch.

Wichtig ist zudem: Smalltalk zu meiden und dem Menschen ausreichend Zeit für Antworten zu geben – mindestens zehn Sekunden. Da Blickkontakt oft umgangen wird, ist es hilfreich nachzufragen, ob die Patientin oder der Patient alles verstanden hat. Vielen fällt es nämlich schwer, das Wesentliche aus Gesprächen herauszufiltern – bei einer Behandlung ist das jedoch essenziell.

Ratsam ist außerdem, Behandlungssituationen möglichst reizarm zu gestalten. Licht, Geräusche, Gerüche oder Vibrationen können schnell überfordern. Motorische Stereotypien, also willkürliche und sich wiederholende Bewegungsmuster, dienen häufig der Selbstregulation – das sollten Heilberuflerinnen und Heilberufler wissen und respektieren.

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